‚Global 500 Report‘ veröffentlicht

82 Prozent der weltweit größten Unternehmen legen Emissionen offen

30. September 2009

Das Carbon Disclosure Project (CDP) hat in New York seinen ‚Global 500 Report‘ veröffentlicht. Insgesamt haben 82 % der 500 weltweit größten Unternehmen (nach Marktkapitalisierung) ihre Treibhausgasemissionen offen gelegt. Besonders in Brasilien, Russland, Indien und China hat sich die Teilnahmequote im Gegensatz zum letzten Jahr auf 44 % verdoppelt.

Jährlich befragt das Carbon Disclosure Projekt, hinter dem 475 institutionelle Anleger mit einem Investitionsvolumen von 55 Billionen US-Dollar stehen, 3.700 der weltweit größten Unternehmen nach ihren Treibhausgasemissionen und ihren Strategien, mit dem Klimawandel umzugehen. Der diesjährige Bericht, produziert von PricewaterhouseCoopers, weist die höchste Antwortquote von Unternehmen auf, die seit der Gründung des Carbon Disclosure Projects im Jahr 2000 jemals erreicht wurde, heißt es in einer Pressemitteilung. In Asien ist der Prozentsatz der Unternehmen, die die Anfrage des Carbon Disclosure Projects beantwortet haben, von 29 % im Jahr 2008 auf 68 % in diesem Jahr gestiegen.

Nur 63 % der Unternehmen legen Reduktionsziele vor, wovon lediglich 36 % über das Jahr 2012 hinaus gehen. Viele Unternehmen geben an, dass ein globales Klimaabkommen in Kopenhagen im Dezember dringend notwendig sei, um Planungssicherheit für die geforderten Reduktionsziele zu haben. Höher werden in diesem Jahr auch physische (78 %, 2008: 74 %) und regulatorische Risiken (78 %, 2008: 74 %) eingeschätzt.

Am 13. Oktober 09 wird der deutsche Bericht des Carbon Disclosure Projects in Frankfurt am Main vorgestellt. Befragt wurden die 200 (nach Marktkapitalisierung) größten deutschen Unternehmen.