Greenpeace Energy will Windgas produzieren

Greenpeace Energy plant, im Gewerbepark der niedersächsischen Gemeinde im Kreis Uelzen eine Windgas-Erzeugungsanlage zu errichten, die Windstrom in Gas umwandelt.

20. September 2012

Der Kooperationspartner Gasunie übernimmt den Anschluss an das Gasnetz und wird das Windgas in das überregionale Erdgastransportnetz einspeisen. »Der Standort Suderburg bietet für uns aufgrund seiner Lage und Infrastruktur ideale Voraussetzungen für die Errichtung unserer ersten Anlage zur Windgasproduktion«, so Dr. Steffen Welzmiller, Vorstand bei Greenpeace Energy.

Windgas entsteht durch die Umwandlung von Ökostrom – insbesondere aus Windkraftanlagen – in Wasserstoff. Dieser wird dann in das bestehende Gasnetz eingespeist, wo er sich mit dem vorhandenen Erdgas vermischt. Hierzu wird in einem Elektrolyse-Verfahren Ökostrom genutzt, um Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff aufzuspalten. Schon heute kann das Gasnetz problemlos mehrere Prozentanteile Wasserstoff aufnehmen.

Windgas gilt als ein Meilenstein auf dem Weg zu einer Energieversorgung ausschließlich aus erneuerbaren Energien. Um Deutschland in Zukunft vollständig mit erneuerbaren Energien zu versorgen, bedarf es großer Speichermöglichkeiten. Da die Produktion von Strom aus Wind- und Solaranlagen schwankt, muss Energie aus Überschuss-Zeiten gespeichert werden, um damit wind- und sonnenschwache Zeiten zu überbrücken. Durch die Umwandlung in Windgas lässt sich Wind- und Solarstrom im Gasnetz speichern und bei Bedarf nutzen, entweder als Gas im Wärmemarkt oder zurückverwandelt in Strom.