Großspeicher für Sachsen

In Chemnitz ist der derzeit größte Batteriespeicher Sachsens ans Netz gegangen. Der Lithium-Ionen-Speicher verfügt über eine Nennkapazität von rund 16 MWh. Er ist für den Regelenergiemarkt präqualifiziert und vermarktet bereits bis zu 10 MW Primärregelleistung.

04. August 2017

Primärregelleistung muss innerhalb von 30 Sekunden zur Verfügung gestellt werden. „Stromspeicher sind das Bindeglied zwischen modernen Netzen und einer volatilen Erzeugung aus erneuerbaren Energien“, erklärt Frank Amend, in der Geschäftsführung von Belectric für die unternehmenseigene Speichersparte zuständig.

„Der Batteriespeicher reagiert auf Frequenzänderungen und speichert je nach Bedarf Strom aus dem Netz ein, beziehungsweise gibt Energie ins Netz ab. So hilft er auf effiziente Weise das Netz zu stabilisieren und eine zuverlässige Stromversorgung zu garantieren.“ 

Kosten von 10 Millionen Euro

Die Anlage von Eins Energie in Sachsen (Eins) und Thüga Erneuerbare Energien (THEE) ist eine gebäudeintegrierte Systemlösung. Belectric hat sie als Generalunternehmer errichtet und in Betrieb genommen. Eins wird die kaufmännische und technische Betriebsführung übernehmen und sich um die Vermarktung der Energieleistung kümmern, teilen die Unternehmen weiter mit.

Die Gesamtkosten für die Errichtung der Anlage betragen rund zehn Millionen Euro. Der Batteriespeicher wird durch das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft mit Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von einer Million Euro gefördert.

Strategische Entscheidung

„Wir freuen uns, dass wir bei diesem wegweisenden Speicherprojekt der Eins mitmachen können. Für die THEE war es eine strategische Entscheidung, auch in Speichertechnologien und Regelenergie zu investieren“, so Thomas Walther, Geschäftsführer der THEE.

„Bislang bauen und betreiben wir vor allem Windparks. Aber nicht immer weht der Wind. Deswegen ist es nur logisch, dass wir uns für Residuallast und damit beständige Energieversorgung engagieren.“