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Grün im Quartier

Weniger Emissionen und geringere Wärmegestehungskosten: Laut einer von Zukunft Erdgas in Auftrag gegebenen Studie können Quartierslösungen mit gasbetriebener Kraft-Wärme-Kopplung im Vergleich mit Wärmepumpe und PV punkten.

15. Februar 2018

Entsprechende Berechnungen der Nymoen Strategieberatung stellte Zukunft Erdgas auf der Branchenmesse E-world vor. Die Modellrechnungen zeigen demnach, dass sowohl im Neubau als auch im Bestand gasbasierte KWK in den nächsten 15 Jahren die kostengünstigsten und saubersten Lösungen bereitstellen.

Mit Biomethan-Beimischung

In der Modellrechnung wird bei der Gas-KWK eine Biomethan-Beimischung von 30 Prozent angenommen. Eine Befragung unter Betreibern von Nahwärmenetzen hatte ergeben, dass in nahezu jeder zweiten Gas-KWK Biomethan eingesetzt wird. „Grünes Gas kann in Zukunft eine gewichtige Rolle spielen, gerade in der Nahwärme. Hier können wir beweisen: Gas kann grün und ist damit ein Schlüsselelement der Sektorenkoppelung“, so Dr. Timm Kehler, Vorstand von Zukunft Erdgas.

Die Berechnungen vergleichen verschiedene Heizungsoptionen für ein Neubauquartier mit Einfamilienhäusern und ein Bestandsquartier mit Einfamilienhäusern. Für beide hat die Studie anhand eines Simulationstools jeweils die Wärmegestehungskosten, kumulierten CO2-Emissionen, Emissionsfaktoren und PE-Faktoren ausgewiesen, mit dem Ziel diese Lösungen untereinander vergleichbar zu machen.

Nahwärme-Optionen im Vergleich

In beiden Fällen liegen die Emissionen mit Gas-KWK unter einer Nahwärmelösung mit Elektrowärmepumpe und Photovoltaik. Gleichzeitig ist die Gas-Lösung mit geringeren Kosten verbunden.

So erreicht eine Nahwärmelösung mit Gas-KWK und 30 Prozent Biomethan im Bestand  Wärmegestehungskosten von 10,8 ct/kWh. Sie emittiert über einen Betrachtungszeitraum von 15 Jahren 184 Tonnen CO2 pro Jahr. Würde diese mit Wärmepumpe und PV realisiert, kommt die Studie auf Kosten von 12,9 ct/kWh und einen durchschnittlichen Wert von 282 Tonnen CO2 pro Jahr.

Die niedrigsten CO2-Emissionen über den Betrachtungszeitraum weist die Nahwärmelösung mit Gas-KWK im Neubau-Quartier auf: 124 Tonnen pro Jahr. Die Gestehungskosten liegen bei 11,8 ct/kWh und kommen damit auf ähnliche Wert wie die Quartier-Lösung mit Wärmepumpe und PV von 11,9 ct/kWh.

Die Modellrechnung im Detail finden Sie hier auf der Webseite von Zukunft Erdgas.

Kooperationen für das Quartier

Ebenfalls auf der E-world stellte der Kölner Energieversorger Rheinenergie seine Quartierslösungen vor.

„Die Anforderungen an unsere Branche sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen“, so Achim Südmeier, Vertriebsvorstand der Rheinenergie.

„Auf der einen Seite Energiewende und fortschreitende Digitalisierung, auf der anderen Seite Kunden, die Lösungen mit einem Serviceniveau einfordern, das sie in anderen Bereichen längst gewohnt sind – beispielsweise im Bankwesen oder beim Online-Shopping. Unsere Quartierslösungen veranschaulichen da exemplarisch, dass es für Unternehmen immer wichtiger wird, Kooperationen einzugehen und sich zu vernetzen. Denn nur so lassen sich die erforderlichen Innovationen schnell umsetzen.“

Ob Kölner Verkehrs-Betriebe, Abfallwirtschaftsbetriebe, der Abrechnungsdienstleister Brunata-Metrona, der Telekommunikations-Dienstleister Netcologne oder die Stadtentwässerungsbetriebe – alle Unternehmen tragen gemeinsam mit ihren Experten zur Erschließung neuer, oder Modernisierung bestehender Quartiere bei. Die Koordination übernimmt die Rheinenergie, der Kunde hat nur einen Ansprechpartner.

Ganz in diesem Kontext steht auch das vom Kölner Energieversorger und dem Wohnungsbauunternehmen GAG Immobilien gegründete Gemeinschaftsunternehmen Cowelio. Dieses erbringt Energiemanagement-Dienstleistungen für die Wohnungswirtschaft.

Dazu zählen Bau und Betrieb von immobiliennahen Energie-Erzeugungsanlagen wie Blockheizkraftwerke, Photovoltaik-Anlagen, Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und Car-Sharing ebenso wie energienahe Dienstleistungen, zum Beispiel Mieterstromangebote und das gesamte Anschluss- und Metering-Management.