E-Auto

Grüne Welle: Strom macht mobil

VW, Shell, jüngst Aral: Große Namen sind inzwischen in der E-Mobilität engagiert und sorgen für Schlagzeilen. Vergleichsweise still verlief 2017 der Einstieg von Siemens ins Geschäft mit der Verkehrswende.

13. Juni 2019
Grüne Welle: Strom macht mobil
(Bild: Dan Race – stock.adobe.com)

Der Schritt erfolgte seinerzeit durch die Siemens-Unternehmenstochter Next 47. Das Unternehmen ist für den Bereich Venture Capital bei Siemens zuständig. Seit Ende 2017 ist Next 47 ein Gesellschafter des E-Mobilitätsspezialisten Ubitricity. Jetzt meldete das Unternehmen eine Personalie, die darauf schließen lässt, dass Next 47 beziehungsweise der Mutterkonzern Siemens die E-Mobilität als wichtigen Wachstumsmarkt erachten.

Ubitricity verstärkt Geschäftsführung

Am 1. Mai trat Lex Hartman als Geschäftsführer in die Ubitricity Gesellschaft für verteilte Energiesysteme mbH ein. Er wird den Vorsitz der Geschäftsführung übernehmen, die dann aus ihm und Frank Pawlitschek, einem der beiden Gründer, bestehen wird. Die Unternehmensgesellschafter wollen mit dieser Berufung den internationalen Wachstumskurs des Unternehmens unterstützen, so Ubitricity. Lex Hartman (Jahrgang 1956) war zuvor 20 Jahre für den niederländisch-deutschen Übertragungsnetzbetreiber Tennet tätig. Seit 2010 war er Geschäftsführer der Tennet TSO GmbH.

Expansion geplant

Nach Deutschland und Großbritannien will Ubitricity in den kommenden Jahren in weitere Märkte in Europa und weltweit expandieren. „Die Elektromobilität gehört zu den Zukunftsthemen der Energiewende und wird sich in den nächsten Jahren weltweit rasant entwickeln. Mit seinen smarten Lösungen für das Laden und Abrechnen von Strom für Elektroautos wird Ubitricity diese Entwicklung beschleunigen“, sagte Lex Hartman.

Nach seinen Worten würden die von Ubitricity entwickelten Lösungen nicht nur das Stromtanken zu jeder Zeit und überall vereinfachen. Mit dem mobilen Stromzähler können die E-Autofahrer ihren Stromanbieter für das E-Auto frei wählen. „Das fördert nicht nur die Liberalisierung des mobilen Strommarktes, sondern sorgt auch dafür, dass sich hier echter Wettbewerb entwickelt und Strom für das Auto günstiger wird als für den Haushalt“, so Hartman.

E-Auto als Netz-Speicher

„E-Fahrzeuge stets mit erneuerbarer Energie zu laden und sie darüber hinaus bei längeren Standzeiten als verteilten Speicher für das Netz zu nutzen, war Ziel der Gründung von Ubitricity im Jahr 2008“, so das Unternehmen in einer Mitteilung.

Den Angaben zufolge ist das Unternehmen heute mit Standorten in Berlin und London einer der führenden Anbieter, wenn es um intelligente Lösungen rund um das Laden und Abrechnen von Strom für Elektroautos geht. Dabei verbindet Ubitricity nach eigenen Angaben technisches Know-how, wie die Entwicklung des mobilen Zählers, mit den Möglichkeiten der Digitalisierung zu einer Datenplattform für neue Mobilstromdienstleistungen.

Weitere Ubitricity-Gesellschafter sind Heinz Dürr Invest, EDF und Honda Motor Company.