Grünes Licht für die Erdgasleitung NEL

Mecklenburg-Vorpommern macht den Weg für die Nordeuropäische Erdgasleitung (NEL) frei: Die Landesbehörden haben kürzlich die Genehmigung für den Leitungsabschnitt in Mecklenburg-Vorpommern erteilt.

08. Februar 2011

»Mit der jetzt vorliegenden Genehmigung können wir umgehend mit den Vorbereitungen starten. Nach der Einrichtung der Baustellen beginnen dann die Bauarbeiten auf der Trasse«, so Bernd Vogel, Geschäftsführer der OPAL NEL Transport GmbH, einem Unternehmen der Wingas-Gruppe. Die Genehmigung für den Abschnitt in Niedersachsen werde ebenfalls in Kürze erwartet.

Die NEL ist ein Projekt der Erdgasunternehmen Wingas und E.on Ruhrgas sowie des niederländischen Gasnetzbetreiber Gasunie. Die Inbetriebnahme der zweiten Anschlussleitung der Ostseepipeline Nord Stream ist für Herbst 2012 geplant.

Die 440 km lange Erdgasleitung NEL wird die Nord Stream, wie die bereits im Bau befindliche OPAL (Ostsee-Pipeline-Anbindungs-Leitung), mit dem bestehenden europäischen Erdgasleitungssystem verbinden. Während die OPAL vom Anlandepunkt der Nord Stream in Lubmin bei Greifswald Richtung Süden bis in die Tschechische Republik verläuft, führt die Leitungstrasse der NEL von der Ostseeküste aus an Schwerin und Hamburg vorbei bis ins niedersächsische Rehden, südlich von Bremen.

»Die NEL wird nicht nur die Versorgung Europas mit zusätzlichen Transportkapazitäten absichern«, erläutert Vogel. »Viel mehr wird die Leitung im Zusammenspiel mit der OPAL und der Nord Stream das europäische Erdgassystem weiter flexibilisieren.« Die Leitung verfügt nach eigenen Angaben über eine jährliche Transportkapazität von rund 20 Mrd. m3 und soll über die Nord Stream anlandendes Erdgas aus den Lagerstätten in Russland weiter zu den Kunden in Deutschland, Dänemark, Niederlande, Belgien und Großbritannien transportieren.