Grünes Licht von der EU

Die Europäische Kommission hat die Förderung von Mieterstrom beihilferechtlich genehmigt. Nachdem der Bundestag die Förderung bereits beschlossen hat, kann diese somit jetzt starten. Passend dazu verkündete ein Bündnis aus Berliner Stadtwerken und Wohnungsbaugesellschaften die Gründung einer Mieterstromplattform.

20. November 2017

„Das Mieterstromgesetz fördert den Ausbau der Solarenergie auf Wohngebäuden. Damit können die Mieter jetzt direkt von der Energiewende profitieren. Die Energiewende kommt so verstärkt in die Städte. Es ist daher gut, dass Brüssel für unser Gesetz nun grünes Licht gegeben hat“, so Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries zur Genehmigung durch die EU-Kommission.

Kooperation in Berlin

Dass die Städte hier durchaus Potenziale heben wollen, zeigt ein Bündnis aus Berlin, das am gleichen Tag startete. Die Berliner Stadtwerke und die sechs kommunalen Wohnungsbaugesellschaften wollen zusammen auf den Dächern der Hauptstadt Sonnenkraftwerke bauen, deren Ökostrom die Mieter in den Häusern kostengünstig beziehen können.

Über diese Kooperation haben sich Degewo, Gesobau, Gewobag, Howoge, sowie die Stadt und Land Wohnbauten-Gesellschaft und WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte in einer heute zusammen mit den Stadtwerken sowie dem Land Berlin unterzeichneten Absichtserklärung verständigt.

Das Netzwerk lädt weitere Partner ausdrücklich ein, heißt es in der Mitteilung der Stadtwerke.

Gemeinsame Synergien

Die Berliner Stadtwerke sollen in der netzwerkartigen Plattform als Katalysator wirken und ergänzen die Kompetenz der Energie-Töchter der Wohnungsbaugesellschaften.

In der Zusammenarbeit sollen die Potenziale der Immobilien für Photovoltaik (PV) entwickelt, Anlagen gebaut und betrieben und der Strom direkt vor Ort an die Mieter vertrieben werden, so das Unternehmen.

Das Prinzip des Netzwerks: Jeder mache das, was er am besten könne: die Wohnungsbaugesellschaften kennen ihre Häuser und Mieter besser als jeder andere, die Stadtwerke haben das PV-Know-how.

Erste Schritte

„Der Grundstein ist gelegt“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Andreas Irmer. „Jetzt checken gemeinsame Teams der sieben Gründer alle Dächer der Partner auf solare Eignung, entwickeln Standard-Verträge und loten weitere Kooperationsmöglichkeiten aus.“

Hierzu gehören etwa Modelle für die gemeinsame Nutzung von Strukturen vom Einkauf bis zur Vermarktung und für den Einbezug bereits vorhandener Strommarken der Wohnungsbauunternehmen.