Grundleistungskraftwerke liefern 50 Prozent Strom

BDEW zur Versorgungssicherheit.

30. Oktober 2008

Kernkraftwerke und Braunkohleanlagen stellten 2007 knapp ein Drittel der Kraftwerkskapazitäten der deutschen Energiewirtschaft von insgesamt 143.300 MW. Die Anlagen lieferten jedoch nahezu die Hälfte des Stroms in Deutschland, da sie rund um die Uhr für die Grundlast des Stromverbrauchs arbeiten. Das ermittelte der Berliner Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Steinkohlekraftwerke, die tagsüber für den über die Grundlast hinausgehenden Stromverbrauch eingesetzt werden, hätten danach einen Anteil von rund 19 % am Kraftwerkspark und von 22 % an der Erzeugung gehabt. Gaskraftwerke stellten 16 % der Kapazität und 12 % an der Erzeugung. Pumpspeicherkraftwerke und mit Heizöl betriebene Anlagen sind meist Reserveanlagen und kommen meist nur kurzfristig zum Einsatz, um Verbrauchsspitzen abzudecken, berichtet der BDEW. Auf diese Anlagen seien 12 % der Kapazität, aber nur 6 % der Stromproduktion entfallen. Wasserkraft, Biomasse und sonstige erneuerbare Energien stellten 9 % der Kraftwerkskapazitäten und 7 % der Stromerzeugung. Windkraftanlagen lieferten ebenfalls 7 % der Stromproduktion, machten aber 16 % der Kraftwerkskapazitäten aus, so der BDEW. Ihr Beitrag sei von der Witterung abhängig und daher ohne geeignete Speichermöglichkeiten nur schwer planbar.