Grundstein für sinkende Verbrennungskosten

Investition stärkt Wirtschaftlichkeit der Müllverbrennung
07. Dezember 2001

Die MVV baut in den nächsten zwei Jahren in ihrem bestehenden Kraftwerk auf der Friesenheimer Insel für rund 63 Mio. DM einen neuen Kessel für Hausmüll. Dieser geht Anfang 2004 in den Regelbetrieb und ersetzt dann die Kessel 1 und 2, die seit über 30 Jahren ihren Dienst tun. Die Kapazität der thermischen Abfallbehandlungsanlage auf der Friesenheimer Insel bleibt unverändert. Auch in Zukunft kann die MVV somit rund 380.000 t Hausmüll pro Jahr - abhängig vom Brennwert - verbrennen.

„Der neue Kessel arbeitet sehr zuverlässig mit minimalem Aufwand für Wartung und Betrieb“, erläuterte Roland Hartung, Sprecher des Vorstands der MVV Energie AG, die wirtschaftlichen Gründe für den Bau eines modernen Kessels. Davon profitieren alle Bürger der Region, denn das Heizkraftwerk verpflichtete sich, die Verbrennungskosten bis zum Jahr 2005 um weitere 20 % zu reduzieren. Voraussetzung hierfür sind effiziente Anlagen mit niedrigen Betriebs- und Wartungskosten. Roland Hartung: „Der neue Kessel ist deshalb auch der Grundstein für sinkende Verbrennungskosten im Rhein-Neckar-Raum.“

„Diese Investition sichert die umweltgerechte Entsorgung des Abfalls unserer Kunden langfristig. Mit der Modernisierung der High-Tech-Anlage leistet die MVV ihren Beitrag, die Attraktivität des Standorts Mannheim langfristig zu stärken“, strich Hartung die Vorteile für die gesamte Region anlässlich des ersten Spatenstichs im September heraus.

Bedarf an zusätzlicher Verbrennungskapazität besteht zur Zeit zwar nicht in der Rhein-Neckar-Region, dafür aber beispielsweise in den neuen Bundesländern. Hier und auch international ist die MVV Energie AG am Ball, um das auf mehr als 30 Jahren Betrieb basierende Know-how gewinnbringend zu vermarkten. Die Kompetenz der Abfallverbrennung nutzt die MVV außerdem dazu, den Zukunftsmarkt der Biomasseverstromung zu besetzen. Bis zu 500 Mio. DM investiert das Unternehmen in den nächsten Jahren in Biomassekraftwerke. Vier sind in der Projektierung bereits weit fortgeschritten und sollen im Jahr 2003 in Betrieb gehen.

Erschienen in Ausgabe: 12/2001