Ein Konsortium um Netze BW will mit dem Projekt FlexQgrid im südbadischen Freiamt Ansätze für die Netzampel weiterentwickeln.

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Bei dem auf drei Jahre angelegten Projekt sollen Verteilnetz, regionale Stromerzeugung, steuerbare Verbraucher und Marktteilnehmer wie Aggregatoren zusammenspielen.

„Im Mittelpunkt steht laut Projektleiterin Carmen Exner der zwölfmonatige Feldtest ab August 2021, für den das Netzampelkonzept den Rahmen setzt“, so Netze BW in einer Projektbeschreibung.

Einspeisung übertrifft Last

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Freiamt hat rund 4000 Einwohner und liegt im Landkreis Emmendingen. Der Ort ist den Angaben zufolge ideal für das geplante Projekt, weil die Einspeisung aus Wind- und PV-Anlagen die Last stundenweise um das dreifache übertreffe.

Einbezogen in das Vorhaben sind den Angaben zufolge zwei Mittel- und voraussichtlich drei Niederspannungsnetze mit flexiblen Verbrauchern wie Wärmepumpen, Batteriespeichern und Elektrofahrzeugen.

Gerade die könnten zukünftig wegen ihrer hohen Gleichzeitigkeit die Auslastung der Netze erheblich verstärken, heißt es.

Gelbphase

Wird ein Engpass prognostiziert und es kommt zur Gelbphase, dann gilt es über Freigabequoten für Erzeugungs- oder Verbrauchsanlagen die Ampelfarbe Rot und damit einen Eingriff des Netzbetreibers zu vermeiden.

„Lassen sich die Methoden zur Steuerung flächendeckend anwenden, könnten sie angesichts des Wegfalls großer Kraftwerke zur Stützung der vorgelagerten Spannungsebenen beitragen“, so Netze BW.

Das smarte Verteilnetz

Der Ausbau erneuerbarer Energien und die Zunahme dezentraler Stromerzeugung erfordern ein smartes Verteilnetz, das sich situationsabhängig flexibel steuern lässt. In Forschungsprojekten wie Grid control entstand das Konzept der Netzampel .