Gutes Vertriebsgeschäft bei Bayerngas

Bayerngas hat seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2017 bekannt gegeben. Man habe seine Position im Vertriebsmarkt deutlich ausgebaut, so das Unternehmen. Als Geschäftsbereich mit traditionell enger Margensituation hätten diese Steigerungen die negativen Einflüsse für das Geschäftsjahr nicht ausgleichen können.

03. August 2018

Diese negativen Einflüsse resultierten laut Unternehmen aus Sondereffekten in der Gasbewirtschaftung und aus dem defizitären Speichergeschäft.

Der Konzerngasabsatz stieg 2017 gegenüber dem Vorjahr (98,4 Terawattstunden) um rund 25 Prozent auf 122,5 TWh, teilt das Unternehmen weiter mit. Im reinen Vertriebsgeschäft mit Industrieunternehmen, Stadtwerken und Weiterverteilern habe Bayerngas Energy um rund 30 Prozent zugelegt, wobei das Wachstum alle Kundensegmente betrifft.

Bei der Vermarktung von Dienstleistungen konnte eine leichte Steigerung von vier Prozent verzeichnet werden.

Für die kommenden Jahre plane man, noch weitere vertriebliche Potenziale zu realisieren.

Umsatz und Ergebnis

Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr vor allem mengen- und preisgetrieben um 639,6 Millionen Euro auf 2.843,7 Mio. Euro (Vorjahr: 2.204,1 Mio. Euro), heißt es in der Mitteilung. Das Betriebsergebnis verbesserte sich im Geschäftsjahr um 2,1 Mio. Euro auf 0,7 Mio. Euro.

Im Geschäftsjahr 2017 weist Bayerngas einen Jahresverlust von 9,1 Mio. Euro aus (Vorjahr: minus 119,6 Mio. Euro), der insbesondere aus dem negativen Jahresergebnis des Speichergeschäfts aber auch aus negativen Effekten bei der Gasbewirtschaftung resultiert, so das Unternehmen.

Die Eigenkapitalquote beträgt bezogen auf das wirtschaftliche Eigenkapital rund 37,9 Prozent (Vorjahr: 30,1 Prozent).

Für 2018 erwartet das Unternehmen eine weitere Steigerung im Vertrieb sowie eine leichte Entspannung der Margensituation im Großkundengeschäft.

Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern

Ein vertrieblicher Schwerpunkt lag 2017 in der Belieferung von langjährigen Bestandskunden aus dem Industriebereich an deren nichtdeutschen Standorten. In diesem Markt-Segment steigerte der Vertrieb seinen Absatz um rund 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Hier zahle sich die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern aus, so Bayerngas. Diese solle noch weiter ausgebaut werden.

Partnerlösungen integrieren

„Flexibilität entsteht auch dadurch, dass wir zusätzlich Partnerlösungen in unser Leistungsspektrum integrieren. Mit diesem erweiterten Plattformgedanken erhöhen wir den Kundennutzen und optimieren die Ressourcen“, sagt Günter Bauer, Geschäftsführer von Bayerngas.

Man bleibe dabei seinem Kerngeschäft treu: „Wir sind stark bei auf Großkunden zugeschnittenen Produkten und bei der persönlichen Kundenbetreuung. Des Weiteren verfügen wir über einen exzellenten Zugang zum europäischen Gasmarkt - über den reinen Handelsmarkt hinaus. Das sind Kopplungspunkte, an die Kooperationspartner andocken.“