Industrie

H2-Pilotprojekt in Gelsenkirchen

Kooperation für eine moderne Energieversorgung der Metallindustrie: mit Wasserstoff- und Brenner-Technik CO2 vermeiden.

30. Januar 2019
(Bild: Sven-Sebastian Markschies / Fotolia)

Ziel des Projekts Power-2-Metal ist es, die Chancen für komplementäre Energiesysteme auf Wasserstoffbasis für die energieintensive, mittelständisch geprägte Metallveredelung in Deutschland auszuloten, heißt es in einer Mitteilung der Projektpartner.

Aufgabenverteilung

Das westfälische Energieinstitut an der Westfälischen Hochschule begleitet das Projekt wissenschaftlich; der Energieversorger Gelsenwasser unterstützt den Aufbau des Wasserstoffkomplementärsystems und Kueppers Solutions übernimmt die Weiterentwicklung der eingesetzten Thermobrenntechnik. Als Anwendungspartner steht Stahl-Oberflächenveredler Voigt & Schweitzer und Tochterfirma Zinq Technologie zur Verfügung steht.

Der Kern des Projekts

Der bisherige Energieträger für die Prozesswärme in der Metallveredlung ist Erdgas – anerkannterweise der umweltfreundlichste fossile Energieträger. Aber um CO2 in größerem Umfang einzusparen, soll das Erdgas zukünftig schrittweise und weitgehend durch Wasserstoff ersetzt werden.

Wasserstoff kann bei der Umwandlung von überschüssigem, regenerativ erzeugtem Strom durch Elektrolyse entstehen und gespeichert werden. Das brennbare Gas kann zwar später wieder verstromt werden, aber es wäre weitaus effizienter, den Wasserstoff direkt als Ersatz für Erdgas in bestehenden Wärmeprozessen einzusetzen.

Die Anpassung dieser Prozesse beispielsweise im Bereich der Brennersteuerung ist in einem Metallverarbeitungsbetrieb – wie auch in anderen Industriezweigen – eine Herausforderung. Daher muss in einer Studie zunächst erforscht werden, wie die Prozesse mit veränderten Gaszusammensetzungen stabil und störungsfrei laufen können, heißt es.