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H2: Turbinenhersteller erweitern Portfolio

Mehrere Gasturbinenhersteller haben sich verpflichtet, ihre Aggregate bis zum Jahr 2030 schrittweise auf erneuerbare Brennstoffe umzustellen.

04. Februar 2019
H2: Turbinenhersteller erweitern Portfolio
(Bild: Marco Santi Amantini / Fotolia)

»Die im Europäischen Verband EU-Turbines organisierten Hersteller von stationären Gasturbinen haben mit der Kampagne #Power-The-EU ein Commitment für die Zukunft der Stromerzeugung mit erneuerbarem Gas vorgestellt«, heißt es in einer Mitteilung des VDMA.

»Die Zusage, bis zum Jahr 2030 Wasserstoff-Gasturbinen bei entsprechender Nachfrage bereit zu haben und bereits im Jahr 2020 Maschinen zu liefern, die zuverlässig mit 20 Prozent Wasserstoff im Erdgas betrieben werden können, ist ein starkes Signal«, kommentiert Matthias Zelinger, Geschäftsführer VDMA Power Systems die Herstellerinitiative.

»Somit wird flexible Stromerzeugung in einem immer weniger fossil getriebenem Energiesystem möglich, und zusammen mit dem Speicherpotential des Gasnetzes wird hierdurch eine der großen offenen Fragen zukünftiger Energiesysteme gelöst.«

Von heute bis 2030

Konkret verpflichten sich die Unternehmen Ansaldo Energia, GE Power, MAN Energy Solutions, Mitsubishi Hitachi Power Systems, Siemens und Solar Turbines zu folgenden Schritten, heißt es weiter.

Heute

• Bereitstellung von Gasturbinen, die mit erneuerbaren Gasen betrieben werden, die aus klimaneutralen Quellen/synthetischen Kraftstoffen, wie beispielsweise synthetischem Methan, erzeugt werden.

• Turbinen, die mit einer Mischung aus Erdgas und 3-5 Prozent Wasserstoff betrieben werden können, bei gleichzeitiger Gewährleistung der Sicherheit und Einhaltung der Emissionsnormen.

Bis 2020

• Ausschließliche Auslieferung von Gasturbinen innerhalb Europas, die mit erneuerbarem Gas zur Stromerzeugung betrieben werden können.

• Auslieferung von Gasturbinen, die einen Anteil von 20 Prozent Wasserstoff verbrennen können.

• Bereitstellung von Retrofit-Lösungen für bestehende Kraftwerke, um sie für erneuerbare Gase zu ertüchtigen.

Bis 2030

• Kundennachfrage nach Gasturbinen erfüllen, die mit 100 Prozent Wasserstoff betrieben werden. 

Weitere Informationen zur Kampagne erhalten Sie unter: www.powertheeu.eu