Halbjahresergebnisse von 50Hertz liegen vor

Die Muttergesellschaft Eurogrid GmbH des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz hat die Halbjahresergebnisse für 2011 vorgelegt. Danach habe der für den Norden und Osten Deutschlands zuständige Netzbetreiber in den ersten sechs Monaten seine Umsatzerlöse von 2,7Mrd.€ (2010) auf 3,5Mrd.€ steigern können.

01. September 2011

Haupttreiber dieser Entwicklung seien die Erlöse aus dem Erneuerbare-Energien-Geschäft gewesen, die jedoch aufgrund der Vergütungs- und Umlagemechanik des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) nicht ergebniswirksam seien. Das Halbjahresergebnis betrage 2011 24,6 Mio. € nach deutschem HGB. Die Investitionssumme liege im Zeitraum von Januar bis Ende Juni 2011 bei 67,0 Mio. €. Hier schlug laut Unternehmen vor allem der Netzanschluss des ersten kommerziellen Offshore-Windparks EnBW ›Baltic 1‹ in der Ostsee stark zu Buche.

Nach den Worten von Udo Giegerich, Geschäftsführer Finanzen bei 50Hertz, nehme das ambitionierte Investitionsprogramm von 50Hertz nun Fahrt auf: »Nachdem wir Ende letzten Jahres unser 3,3 Milliarden Euro schweres Investitionsprogramm für diese Dekade angekündigt hatten, zeigen die Halbjahreszahlen, dass das Programm anläuft – allerdings etwas langsamer als ursprünglich geplant wegen der zum Teil schleppenden Genehmigungsverfahren.« Das Ergebnis werde aber durch Effekte der Energiewende und durch derzeitige Bilanzierungsvorschriften künstlich belastet, so Giegerich weiter. »Wegen der Energiewende mussten wir beträchtlich häufiger ins Netz eingreifen, insbesondere durch Redispatch, also dem Eingriff in Fahrpläne der Kraftwerke zum Zweck, kurzfristig auftretende Engpässe im Netz zu vermeiden oder zu beseitigen.« Diese Maßnahmen werden sich laut Giegerich auch im zweiten Halbjahr vor allem wegen der Entscheidungen zur Kernenergie weiter fortsetzen.