Heizkraftwerk Nürnberg-Sandreuth wird wirtschaftlicher

Die N-Ergie hat Siemens mit der Revision einer Dampfturbine im Gas- und Dampfturbinen(GuD)-Kraftwerk Sandreuth im Südwesten Nürnbergs beauftragt. Im Zuge der Wartungsarbeiten wird eine mit elektrischen Heizwiderständen durchzogene Ummantelung am Turbinengehäuse installiert.

17. August 2015

In Sandreuth kommt diese Maßnahme weltweit zum ersten Mal bei einer bereits bestehenden Anlage im Rahmen einer Nachrüstung zum Einsatz.

Die N-Ergie und Siemens haben gemeinsam ein neuartiges Verfahren entwickelt, das die Anfahrzeiten von Dampfturbinen wesentlich verkürzt. Dabei wird verhindert, dass eine Dampfturbine beim Abschalten vollständig abkühlt. Das Turbinengehäuse wird hierzu nahezu vollständig mit einer beheizbaren Wärmeisolierung ummantelt. In der Isolierung befinden sich Matten, die großflächig verkabelt und mit elektrischen Heizwiderständen versehen sind. Nach Abschalten der Turbine kann diese mit Hilfe der Isolier- und Heizvorrichtung auf einer konstanten Temperatur gehalten werden. So ist die Turbine im Bedarfsfall innerhalb von rund 45 Minuten wieder betriebsbereit. Eine vollständig ausgekühlte Turbine benötigt dagegen mehrere Stunden, um wieder hochzufahren.

»Mit unserer Lösung zur Isolierung der Dampfturbine werden wir Flexibilität gewinnen, schneller auf Schwankungen im Netz reagieren und den Betrieb der Anlage kostengünstiger gestalten können«, sagt Norman Villnow, Geschäftsführer der N-Ergie Kraftwerke GmbH, einem Tochterunternehmen der N-Ergie Aktiengesellschaft.