HSE testet Zuckerrüben für die Biogasproduktion

Die HEAG Südhessische Energie AG (HSE) hat in einem Praxisversuch den Einsatz von Zuckerrüben für die Biogasproduktion getestet.

04. April 2013

»Der Praxisversuch hat gezeigt, dass Zuckerrüben als geeignetes Substrat für die Biogasproduktion in Frage kommen«, so Michael Schlegel, HSE-Verantwortlicher für den Geschäftsbereich Biogas. Die HSE hatte in ihrer Biogasanlage in Wixhausen (Darmstadt) überprüft, ob Zuckerrüben als ganze Frucht durch Milchsäuregärung ohne nennenswerten Energieverlust konserviert und damit genauso wie Energiemais eingesetzt werden können.

Der Test verlief erfolgreich und zeigte, dass Rüben in Zukunft Energiemais ersetzen können. Ein Vorteil der Rüben ist außerdem, dass sie nicht zerkleinert werden müssen. Die Silierung von unzerkleinerten Rüben hat den Vorteil, dass die HSE auf die Ernte- und Transportinfrastruktur der regionalen Landwirte zurückgreifen kann. Für den Versuch hat die HSE rund 3.200t Zuckerrüben im Fahrsilo der Anlage mit Folien abgedeckt und so siliert.

Bereits im Sommer hatte die HSE auf der Suche nach Alternativen zum Mais ein Pilotprojekt mit Ackerblumen für die Biogasproduktion gestartet. »Wir wollen bei der Biogasproduktion eine möglichst breite Basis an nachwachsenden Rohstoffen, um die biologische Vielfalt positiv zu beeinflussen und das Landschaftsbild zu schonen«, so Schlegel.