HSE will sich stärker auf Windenergie konzentrieren

Die HEAG Südhessische Energie (HSE) verpachtet ihre Biogasanlage in Lorsch an die Energiegenossenschaft Starkenburg eG. Der Energiedienstleister möchte sich eigenen Angaben zufolge bei der Erzeugung erneuerbarer Energie zukünftig auf leistungsstärkere Anlagen vor allem im Bereich der Windenergie konzentrieren.

29. August 2014

Dr. Marie-Luise Wolff-Hertwig, HSE-Vorstandsvorsitzende und Micha Jost, Vorstandsmitglied der Energiegenossenschaft Starkenburg, unterzeichneten am 25.08.2014 den bis zum 31.12.2029 laufenden Pachtvertrag. Die Anlage in Lorsch ist die kleinste der drei HSE-Biogasanlagen. Die Landwirte vor Ort können eine Anlage dieser Dimension besonders effektiv betreiben, da alle erforderlichen Schritte in einer Hand organisiert werden: die Auswahl der Äcker, die Einsaat, Ernte und der Transport der nachwachsenden Rohstoffe bis zum Betrieb der Anlage, teilt der Dienstleister mit.

Die Anlage wurde 2009 von der HSE errichtet. Sie verarbeitet jährlich 7.500 t nachwachsende Rohstoffe und 700 t Gülle zu Biogas. Das Biogas wird direkt vor Ort in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) in Strom und Wärme umgewandelt. Die Wärme wird genutzt, um den Fermenter der Biogasanlage und eine angrenzende Gärtnerei zu heizen, die so 130.000 l Heizöl im Jahr spart. Mit dem in der Anlage erzeugten Strom können rund 800 Haushalte in der Region versorgt werden.