HTC macht aus biogenen Reststoffen CO2-neutrale Biokohle

Mit hydrothermaler Carbonisierung (HTC) können energetisch bisher nicht effizient nutzbare Biomassen zu CO2-neutraler Biokohle umgewandelt werden. Zur Förderung dieser Technologie haben Cleantech-Unternehmen, Anwender aus der Industrie und Forschungseinrichtungen aus Deutschland und der Schweiz gemeinsam den Bundesverband Hydrothermale Carbonisierung e.V. gegründet.

28. Juni 2011

Das HTC-Verfahren, so der neue Verband, leiste einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und der effizienten Verwertung von unterschiedlichen biogenen Reststoffen wie zum Beispiel Landschaftspflegematerial, kommunale Bioabfälle, Abfälle aus der Forst- und Landwirtschaft oder auch Klärschlamm und industrielle Abfälle wie Biertreber. Mit dem Verband schaffen die Mitglieder eine gemeinsame Interessenvertretung, um den Dialog mit Politik und Wirtschaft zu intensivieren und die Öffentlichkeit umfassend über die Vorteile der HTC zu informieren.

»Die hydrothermale Carbonisierung ist ein hocheffizientes Verfahren zur Gewinnung erneuerbarer Energie, das einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasen leistet«, so Klaus Serfass, Vorsitzender des neuen Verbandes. »Wir haben festgestellt, dass das HTC-Verfahren trotz seiner eindeutigen Vorteile noch zu wenig eingesetzt wird. Wir wollen die Anwendung dieser zukunftsträchtigen Technologie gezielt fördern und in der nationalen und europäischen Energiepolitik fest verankern«, ergänzt Julian Schwark, Mediensprecher des Verbandes.

Ein Schwerpunkt der Verbandsaktivitäten wird laut eigner Angabe die Förderung der Brennstoffnormierung und Brennstoffzulassung sein, damit Biokohle wie andere Biobrennstoffe verlässlich und sicher zur dezentralen regenerativen Strom- und Wärmeerzeugung eingesetzt werden kann.