IBM setzt Solaranlage für Betrieb von Rechenzentren ein

IBM setzt laut eigener Angabe die erste Solaranlage ein, die speziell für den Betrieb von Hochspannungs-Rechenzentren entwickelt wurde. Dabei werden laut Unternehmen wechsel- und gleichstrombetriebene Server, wassergekühlte Computersysteme und die zugehörige Elektronik in die Versorgung integriert. Die Module der Anlage bedecken das Dach des IBM-Softwarelabors in Bangalore.

10. November 2011

Die Anlage liefere circa 50 KWh Strom an bis zu 330 Tagen im Jahr bei durchschnittlich fünf Stunden Leistung am Tag. Durch den Einsatz von Hochspannungs-Gleichstrom-Verfahren und der Reduzierung von Wandlungsverlusten kann die Lösung laut eigener Angabe den Energieverbrauch von Rechenzentren generell um bis zu 10 % senken. Damit könne Solartechnologie auch für einen breiteren Einsatz in industrieller IT und bei elektronischen Anlagen in Betracht kommen.

In vielen Schwellenländern sind Stromnetze unzuverlässig oder gar nicht vorhanden. Unternehmen sind daher gezwungen, auf teure Dieselgeneratoren zurückgreifen. Das macht die Bereitstellung von vielen Computern schwierig und teuer. Insbesondere Rechenzentren sind vor diesem Hintergrund kostspielig. Durch den Einsatz der IBM Lösung kann eine Bank, ein Telekommunikationsunternehmen oder eine Behörde den Betrieb eines Rechenzentrums planen, das keinen Anschluß an das klassische Stromnetz benötigt.