Im Test: LNG im Schwerlastverkehr

Im Februar 2017 startete ein Demo-Projekt zum Einsatz von Liquefied Natural Gas (LNG) als Kraftstoff im Schwerlastverkehr, das von der DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut wissenschaftlich begleitet wird. Erste Zwischenergebnisse liegen vor.

04. Dezember 2017

20 Fahrer von LNG-Lkw der Spedition Ludwig Meyer GmbH & Co. KG wurden nach ihren Erfahrungen mit dem alternativen Kraftstoff befragt. Das Ergebnis der Nutzerbefragung fiel laut Mitteilung des Verbands durchweg positiv aus.

So wurden die geringe Störanfälligkeit, der sichere und unkomplizierte Tankvorgang sowie die ausgereifte Antriebstechnologie besonders hervorgehoben.

 

Laut Mitteilung des DVGW haben LNG-Lkw im Vergleich zu Diesel-Fahrzeugen bei identischer Beladung im Well-to-Wheel-Vergleich CO2-Emissionsvorteile von nahezu 23 Prozent. Damit sind diese besser als zunächst erwartet. Weitere Referenzfahrten sind geplant.

Well-to-Wheel berücksichtigt die CO2 Emissionen entlang der gesamtem Kette einschließlich LNG-Herstellung und -Verteilung. 

 

Weitere Partner des Demo-Projektes, das im Februar 2018 endet, sind Uniper und der Lkw-Hersteller Iveco Magirus. Die Uniper-Tochter Liqvis liefert anfänglich rund 600.000 kg LNG pro Jahr und sorgt für den Bertrieb der Tankanlage.

Das Projekt wird zudem vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. 

Die Tankanlage befindet sich auf dem Betriebsgelände von Meyer Logistik. Sie steht auch externen Spediteuren und Fuhrunternehmen zur Verfügung und dient der Kraftstoffversorgung mit LNG entlang den Hauptverkehrsrouten in Europa. Damit ist sie Teil des "Blue Corridor"-Projekts der Europäischen Union.

Nach der Auswertung erster Referenzfahrten wurden die zentralen Zwischenergebnisse des Projektes kürzlich auf der Gat 2017 in Köln  vorgestellt.