Jedes Jahr werden Milliarden Kilowattstunden sauberer Strom abgeregelt, um die Stabilität des Stromnetzes sicherzustellen. Im Rahmen eines Projekts mit einem Verteilnetzbetreiber betreibt Sonnen ein virtuelles Kraftwerk aus vernetzten Akkubatterien, welches überschüssige Windenergie lokal speichert. Das gab das Unternehmen Mitte März bekannt.

Virtuelles Kraftwerk

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Das virtuelle Kraftwerk (engl. kurz VPP) befindet sich im Nordosten Deutschlands und unterstützt das regionale Stromnetz. Gemanagt wird das Ganze nach Unternehmensangaben per Blockchain, die Vergütung erfolgt über die Kryptowährung DAI.

Batterie-Cluster

Drängt zu viel überschüssige Windenergie in das Netz, wird sie in der Region gespeichert. Im Verteilnetz wurde für das Vorhaben ein Cluster mit einer zweistelligen Anzahl an Batterien genutzt. Die erste Projektphase umfasst drei Monate. Eine Fortsetzung ist im Gespräch (Stand: Mitte April).

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Vermarktet wird die gerade freie Speicherkapazität an der digitalen Börse EW Origin der Energy Web Foundation.

Akkuspeicher für die Sektorkopplung

Nach Angaben des Speicherherstellers E3/DC werden dessen Systeme immer häufiger mit größeren Kapazitäten in der Sektorenkopplung eingesetzt.

„Bei unseren Kunden werden häufig Anlagen oberhalb der 10-KWp-Grenze installiert, oft bis nahe an 20 kWp, in einzelnen Fällen bei hinreichend großen Dachflächen auch bis 30 kWp“, so das Unternehmen.

Ziel ist eine hohe Autarkie beziehungsweise Eigenversorgung bei voller Sektorenkopplung. Das heißt, es werden über den größeren Teil des Jahres der Haushalt, die Wärmepumpe und das Elektroauto komplett über PV und Speicher mit Eigenstrom bedient.

Laut E3/DC erreicht in vielen Fällen die Jahresautarkie der Nutzer bis zu 80 %. Die Angabe bezieht sich auf reine PV-Konzepte ohne Integration von BHKW oder Brennstoffzellenheizung.

Seit Ende 2017 gehört E3/DC zur Hager Group. Künftig setzt das Unternehmen bei der Zielgruppe Haushalte auf das bidirektionale Laden, also das DC-Laden des Autos mit Solarstrom und die Einspeisung von Energie aus der Autobatterie ins Hausnetz. Bei der Zielgruppe Gewerbe setzt das Unternehmen auf Systeme für schnelle Ladevorgänge im Fuhrpark und die Kappung von Lastspitzen, das sogenannte Peak-Shaving.