Im Zeichen der Sonne

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München - Vom 8. bis 10. Juni öffnet die weltweit größte Fachmesse der Solarwirtschaft ihre Pforten. Im Vorfeld haben energiespektrum und g+h die Stimmung der Aussteller eingefangen.

05. Mai 2011

Gonzalo de la Viña, Managing Director, REC Solar Germany

Die Intersolar 2011 steht unter dem Zeichen der energiepolitischen Wende und wir erwarten angeregte Diskussionen über den zukünftigen Energiemix in Deutschland und Europa und die Rolle, die die Photovoltaik dabei spielen wird. Es ist eine Frage der Zeit, bis Solarenergie ohne Förderung auskommt – bereits 2017 wird es erste selbsttragende Systeme geben. Für REC sind die europäischen Märkte, wie Deutschland, Frankreich oder auch Großbritannien, weiterhin attraktiv. Im Dezember haben wir in Frankreich unsere erste gebäudeintegrierte Photovoltaik-Lösung, die REC Peak Energy Integrated Solution, vorgestellt. Damit profitieren die Nutzer von den höchsten Einspeisetarifen in Frankreich. Auch sind wir überzeugt, dass sich Italien stark weiterentwickeln wird, sobald über den neuen Tarif für die Einspeisevergütung entschieden und dieser an den Markt kommuniziert wurde.

Tilman Elsner, Produktmanager, Donauer Solartechnik

Die Förderung der erneuerbaren Energien mit 3,5 Cent pro kWh führte Anfang 2011 zu öffentlichen Diskussionen. Vergütungen für Solarstrom wurden zurückgeschraubt. Der Photovoltaik-Markt ist hart umkämpft und es wird eine Konsolidierung am Markt stattfinden. Donauer Solartechnik ist mit qualitativ hochwertigen Produkten und kompetenten Mitarbeitern international gut aufgestellt, sodass wir uns auch in einem konsolidierenden Markt behaupten können. Auf der Intersolar werden wir ein neu entwickeltes Montagesystem vorstellen, das auf allen Dachtypen eingesetzt werden kann. Das Snap-In-System „Futura Siplex“ erleichtert Monteuren die Arbeit auf dem Dach enorm und sorgt für eine deutliche Zeitersparnis. Für das System entwickelte unsere Entwicklungsabteilung neue Bauteile, die vollständig vormontiert als Set geliefert werden und einfach ineinandergeklickt werden.

Daniel Freudiger, Head of Sales & Marketing, Sputnik Engineering

Sputnik Engineering präsentiert in München ihre komplette Produktpalette an Wechselrichtern für netzgekoppelte Solarstromanlagen und Lösungen für die Anlagenüberwachung und Datenkommunikation. Wir freuen uns darauf, den Besuchern der Intersolar unsere Firma, unsere Philosophie und unsere Schweizer Qualitätsprodukte näherzubringen. Außerdem bietet die Intersolar eine hervorragende Plattform, um sich mit Kunden und Lieferanten zu treffen und sich über neue Trends, neue Märkte und neue Produkte auszutauschen. Wir erwarten interessante Gespräche, Feedback zu unserem Sortiment, herausfordernde Anfragen und natürlich auch neue Aufträge. Ganz besonders freuen wir uns auf unsere Geburtstagsfeier – seit 20 Jahren entwickelt und produziert Sputnik Engineering Wechselrichter für netzgekoppelte Solarstromanlagen. Grund genug, mit unseren Kunden, Partnern und unserem Team auf der Intersolar zu feiern und dabei bestehende Partnerschaften zu stärken.

Robert Gattereder, Geschäftsführer, M+W Solar

Auf der Intersolar lässt sich die Stimmung der Industrie gut einfangen. Früher genügte dazu eine Fachkonferenz in einem Seminarraum. Daran merkt man aber auch, dass die Photovoltaik-Industrie inzwischen erwachsen geworden ist. Und dass die Anschubfinanzierungen in den einzelnen Ländern in absehbarer Zeit auslaufen würden, war von Anfang an zu erwarten. Allerdings müssen die betreffenden Länder Transparenz und Stabilität der Förderbedingungen bieten. Eine „Ad-hoc“-Politik, die der Industrie und den Investoren jegliche Planungsgrundlage entzieht, schadet massiv dem Investitionsstandort. Wir von M+W Solar haben uns schon früh mit diesem Thema beschäftigt und entsprechende innovative Lösungen entwickelt. Gemäß unserem „Best of Breed Concept“ sind wir im permanenten Qualifizierungsprozess mit unseren globalen Lieferanten, um die Value/Performance ratio zu verbessern und so – je nach Region – unseren Kunden das optimale Systemportfolio offerieren zu können.

Tobias Henssen, Geschäftsführer, HT Instruments

Als führender Hersteller von professionellen PV-Messgeräten freuen wir uns auf die Intersolar in München. Diese Messe ist die optimale Plattform, um innovative Produkte zu präsentieren und sich mit einem sachkundigen Fachpublikum auszutauschen. Schon in den letzten Jahren ist diese Messe extrem gewachsen, für dieses Jahr wurden bereits neue Ausstellerrekorde gemeldet, wahrscheinlich werden alle Erwartungen noch übertroffen. Auch durch die schreckliche Katastrophe in Fukushima, die uns aufzeigt wie wichtig ein zügiger Ausstieg aus der Kernenergie ist, kommt der diesjährigen Intersolar eine noch stärkere Bedeutung zu. Als Befürworter des zügigen Ausbaus der Erneuerbaren Energien hoffen wir, dass diesen nun endlich in Deutschland zum Durchbruch verholfen wird. Natürlich zeigen wir unsere neuesten tragbaren handlichen Messgeräte für die Leistungsüberprüfung und Zertifizierung von PV-Anlagen auch auf der Intersolar und freuen uns auf die zahlreichen, guten nationalen als auch internationalen Kontakte.

Horst Jung, Marketingleiter, ABN Braun

Die Intersolar als internationale und weltweit größte Leitmesse für Solartechnologien spiegelt die dynamische Entwicklung der Branche in der Photovoltaik und Solarthermie wider und bietet die Gelegenheit, sich über aktuelle Trends und Innovationen dieser Zukunfts- und Wachstumsbranche zu informieren. Die aktuellen Forderungen nach einer schnelleren Energiewende hin zu den erneuerbaren Energien beinhalten etwa einen Anteil der Photovoltaik an der deutschen Stromversorgung von heute drei Prozent auf über zehn Prozent im Jahr 2020. ABN Braun wird auch 2011 auf der Intersolar präsent sein. Wir zeigen unsere Kompetenz für Rückspeiseanlagen im Bereich der Messung, Wandlung und Verteilung, Indoor und Outdoor, mit Standardsystemen und kundenspezifischen Lösungen. Wie in den vergangenen Jahren freuen wir uns auf einen qualifizierten Kundenkontakt, um dem Fachpublikum unsere innovativen Lösungen zur Installation von PV-Anlagen zu präsentieren.

Matthias Klopstein, CTO, Azur Solar

Wir sehen in der aktuellen Situation, in der sich die PV-Branche befindet, die Chance aber auch die Herausforderung, noch intensiver an unseren Innovationen zu arbeiten. Die Atomkatastrophe von Fukushima, die unmittelbar zur Wiederbelebung der Atomdiskussion geführt hat, sowie die Ankündigung der Regierung, erneut das EEG zu überdenken und gegebenenfalls zu überarbeiten, führt zu einer stark abwartenden Haltung der Endkunden. Dies spiegelt sich in der derzeit noch reduzierten Anzahl der realisierten PV-Installationen wider. Eine zukünftig dezentralisierte Stromversorgung, Stichwort „Eigennutzung“, zeigt aber auch, dass die Solarbranche einen wichtigen Beitrag zu einer sauberen und sicheren Energieversorgung leisten wird. Mit unseren Innovationen „Independa“ und „Azur 2P“ können wir bereits heute zukünftige Solarprojekte angehen und realisieren. Sei es beim Thema Eigennutzung des Solarstroms oder Solar-Großkraftwerke in Wüstenregionen. Als technologiegetriebenes Solarunternehmen setzen wir auch zukünftig auf Innovationen. Auf der Intersolar zeigen wir dem Messebesucher, wie die Energiezukunft aussehen kann und wird.

Jörg Mayer, Geschäftsführer, Bundesverband Solarwirtschaft

Die Ereignisse in Fukushima und die aktuelle energiepolitische Diskussion zeigen, dass der Systemwandel weg von fossilen und nuklearen Energieträgern hin zu einer hundertprozentigen dezentralen Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien unumgänglich ist. Photovoltaik wird bereits in wenigen Jahren einen signifikanten Anteil an der deutschen Stromversorgung erreichen. Bis zum Jahr 2020 wird sie ihren Anteil am deutschen Strombedarf auf über 10 Prozent steigern können. Gleichzeitig erwarten wir einen Anstieg der installierten Leistung in Deutschland auf bis zu 70 Gigawatt. Mit der Nachfrage werden die Stückpreise für Solarstromanlagen weiter sinken, bis 2020 rechnen wir mit einem Rückgang der Systempreise um mehr als 50 Prozent. Bei global stark wachsenden Märkten und Produktionsmengen erwarten wir bis 2020 einen Weltmarktanteil von mindestens 12 Prozent für PV-Produkte „Made in Germany“.

Peter Schneidewind, Vertriebsvorstand, Bosch Solar Energy

Regenerative Energien und die dezentrale Energieversorgung sind in aller Munde. Wir gehen davon aus, dass der Eigenverbrauch immer weiter in den Fokus der Kunden rückt – nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Deshalb ist das auch unser Schwerpunkt auf der Intersolar 2011. Die Kürzungen in Frankreich und Großbritannien, aber auch die lange Unsicherheit über die weitere Förderung in Italien sind natürlich Gift für den Markt. Dennoch bleibt Europa der wichtigste Markt für Bosch Solar Energy, auch langfristig mit einem Anteil von mehr als 50 Prozent am Weltmarkt. Deshalb bauen wir unsere Aktivitäten in Europa weiter aus: Dazu gehört der Aufbau einer kristallinen Modulfertigung in Frankreich, aber auch die Eröffnung weiterer Vertriebsniederlassungen, beispielsweise in der Türkei.

Michael Schultze, Marketingleiter, Carlo Gavazzi

Nach dem turbulenten Jahr 2010 hat sich das Geschäftsklima für Solartechnik merklich abgekühlt. Getrieben von den politischen Veränderungen erwarten wir nun für dieses Jahr einen neuen Schub für die Solarbranche. Die Messe Intersolar sehen wir als Plattform um mit unseren Kunden gute und konstruktive Gespräche zu führen und neue Geschäfte anzubahnen und Trends zu ermitteln. Zum 80-jährigen Bestehen der Carlo Gavazzi sehen wir für uns die Wechselrichter für ein- und dreiphasige Einspeisung und unser EOS-System zur Überwachung der Gesamteffizienz der PV-Anlage als Schwerpunkthema. Neu werden wir Wechselrichter mit DC-Trenner und mit Transformator zeigen. Das Thema Smart Grid, den Eigenverbrauch sowie die Elektromobilität sehen wir in Verbindung mit der Solartechnik als das Zukunftsthema für die nächsten Jahre. Hierzu zeigen wir den Einsatz unserer kompakten und kommunikationsfähigen Energiezähler in einer Stromtankstelle für Elektroroller.

Lars Waldmann, Director Public Relations, Schott Solar

Die aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Reaktorkatastrophe in Fukushima und dem Atom-Moratorium der Bundesregierung haben den Markt belebt und das Interesse an Photovoltaik verstärkt. Außerdem hat die Debatte um die Energiewende wieder an Dynamik gewonnen. Wir sind allerdings verhalten, was einen neuen Solar-Boom angeht. 2010 gab es auch durch Vorzieheffekte eine künstliche Sonderkonjunktur, die den Markt verstärkt hat. Wir erwarten in Deutschland für 2011 eine eher moderate Entwicklung. Der EU-Markt wird rückläufig prognostiziert, das ist der aktuelle Branchenkonsens. Wir sehen hingegen großes Potenzial in den asiatischen Märkten. Ein weiterer starker Wachstumsmarkt sind die USA. Diese Märkte werden die rückläufigen EU-Märkte überkompensieren. Schott Solar investiert seit Jahren in diese Märkte. Schon 2010 machten wir über 40 Prozent unseres Umsatzes im Ausland, dieser Trend wird sich 2011 weiter verstärken.

Tobias Zwirner, Geschäftsführer, Phaesun

Wir sehen die Entwicklung der Photovoltaik auch weiterhin positiv. Besonders in Entwicklungsländern sind Off-Grid-PV-Systeme ideal, um Menschen mit Strom zu versorgen. Mit sinkenden Preisen für die Komponenten werden die Systeme immer erschwinglicher für die Menschen dort. Phaesun präsentiert zur Messe unterschiedliche Off-Grid-Lösungen. Neben Neuheiten bei dem Pico-Photovoltaiksystem Sundaya Ulitium wird auch das Produktsortiment von Goal Zero auf unserem Stand zu sehen sein. Es handelt sich hier um Pico-Systeme für klassische Outdoor-Anwendungen. Auch im Bereich der Wasserförderung und -aufbereitung werden mit dem PN-AP- Pumpwechselrichter und der Bio-Sun-Wasserreinigungsanlage typische Off-Grid-Anwendungen für die Trinkwasserversorgung in ländlichen afrikanischen Gebieten zu sehen sein. Als besonders innovative Lösung stellen wir außerdem ein netzautarkes Überwachungskamerasystem vor. Als absoluter Hingucker wird ein autark betriebenes Telekommunikationssystem zu sehen sein.