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Immer unter Druck

Die Fernleitungsnetzbetreiber investieren bis 2028 6,9 Mrd. € in den Ausbau ihrer Gasinfrastruktur. Das geht aus dem Netzentwicklungsplan (NEP) 2018–2028 hervor.

29. März 2019
Blaue Gasflamme
(Bild: by-studio – stock.adobe.com)

Er enthält 155 bestätigte Maßnahmen für eine langfristig gesicherte Gasversorgung in Deutschland, so die Vereinigung FNB Gas in einer Mitteilung.

Demnach würde das Leitungsnetz um 1.364 km erweitert, zudem erfolgt ein Zubau von insgesamt 499 MW Verdichterleistung. „Der NEP 2018 spiegelt die Kontinuität der Ausbaumaßnahmen wider, berücksichtigt den zusätzlichen europäischen Importbedarf und stellt die Bedeutung der Gasinfrastruktur für die Energiewende heraus“, betont Inga Posch vom FNB Gas.

Das Thema Sektorkopplung sowie die mögliche Integration von grünen Gasen wird im kommenden NEP 2020 noch stärker in den Fokus rücken, heißt es.

Wasserstoff und synthetisches Methan

Der nächste Netzentwicklungsplan Gas 2020–2030 berücksichtigt erstmals als grüne Gase auch Wasserstoff und synthetisches Methan (SNG).

Hierfür bitten die deutschen Fernleitungsnetzbetreiber Unternehmen und Projektverantwortliche, bis zum 15.05.2019 Grüngas-Projekte für den Szenariorahmen zu melden.

„Damit hat der NEP-Prozess zukünftig eine noch stärker koordinierende Rolle bei der Integration grüner Gase in das deutsche Fernleitungsnetz und berücksichtigt die Anforderungen, die sich aus der Umsetzung von Energiewende und Kohleausstieg für die Gasinfrastruktur ergeben“, so FNB Gas.