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Technik

Hager. - Der Zählerplatz übernimmt im Zuge von Energieeffizienz, Smart Metering und Smart Home die Aufgabe einer Technikzentrale – als energetische Verteilstelle für den elektrischen Strom und als datentechnischer Knotenpunkt für Kommunikation.

26. September 2011

Die dezentrale Energie-Erzeugung im Wohn- und Zweckbau macht den Einbau von Lieferzählern zur Messung der Voll- oder Überschusseinspeisung von selbst erzeugter Energie in Zählerplätzen erforderlich. Intelligente Gebäudetechnik muss unter Berücksichtigung von Wetterdaten, aktuellen Tarifen und Lebens- oder Arbeitsgewohnheiten der Hausbewohner erkennen, zu welchem Zeitpunkt es sinnvoll ist, Verbraucher mit selbst erzeugter Energie zu betreiben und wann auf Lieferenergie zurückgegriffen werden muss. Hier sind intelligente Lastmanagementsysteme gefragt, wie sie beispielsweise die Gebäudesystemtechnik auf KNX-Basis bereitstellen kann. Zunächst ist die selbst erzeugte Energie zu messen – unabhängig davon, ob sie selbst verbraucht oder eingespeist wird. Diese Aufgabe übernehmen die sogenannten Smart Meter.

Technisch ist der steckbare elektronische Haushaltszähler eHZ konzipiert als intelligentes Zählersystem in einem offenen Standard. Er liefert Verbrauchs- sowie Lastdaten und besitzt Kommunikationsschnittstellen, über die Verbrauchsdaten hausintern oder per Fernauslese extern zugänglich gemacht werden können. Alle Eigenschaften und Vorteile lassen sich auch beim Einsatz im Bereich regenerativ erzeugter Energie nutzen. Neben eHZ-Wirkverbrauchszählern für die klassische Standardanwendung in Einfamilienhäusern sind dies unter anderem auch Varianten für Einkunden-Zählerplätze mit Photovoltaikanlage. Elektronische Haushaltszähler eHZ nach Lastenheften des FNN verfügen serienmäßig über zwei standardisierte Kommunikationsschnittstellen für Versorger und Endkunden zur Anbindung von Zusatzfunktionen. Beispielsweise ermöglicht die Einbindung des eHZ in KNX-Anlagen die Integration und Nutzbarmachung der Verbrauchsdaten für die Home Automation mit dem Ziel eines intelligenten Energie-Managements.

Neben der Visualisierung der Energiedaten können in die Gebäudesystemtechnik integrierte KNX-Lastmanagement-Controller unter Einbeziehung der Verbrauchswerte für einen wirtschaftlichen Umgang mit Energie sorgen. Hager hat jetzt eine Lösung entwickelt, die den elektronischen Haushaltszähler eHZ mit dem KNX-Bus verbindet und damit Smart Metering und Smart Home miteinander verknüpft. Der Aufbau einer eHZ-Visualisierung ist denkbar einfach: Mit Hilfe des Hager-Funkaufsatzes EHZ503 lassen sich die Stromverbrauchswerte von einem eHZ ohne großen Aufwand auf das Bussystem Tebis KNX übertragen und dort mit jedem aktuellen KNX-Visualisierungssystem anzeigen.

Der Funkaufsatz wird dazu einfach auf die frontseitige, standardisierte Kunden-Schnittstelle eines eHZ nach FNN-Lastenheft 1.00/ 1.01/1.02/1.03/2.01 oder eHZ EDL nach FNN Lastenheft 1.00 aufgesetzt. Von dort übermittelt er die Verbrauchswerte per KNX-Funk an einen Medienkoppler, der diese wiederum ans Bussystem weiterleitet. Mit einem Medienkoppler können mehrere eHZ-Funkaufsätze verbunden werden. Damit stehen der Gebäudeautomation alle wichtigen und auch abrechnungsrelevanten Energie-Verbrauchs- und Erzeugungsdaten zur Verfügung.