In der Offensive

Vattenfall arbeitet weiter mit Hochdruck an der Neuausrichtung des Portfolios. Zu Jahresbeginn gab das Unternehmen an einem Tag zwei wichtige Entscheidungen bekannt.

17. Januar 2017

 

PNE Wind Atlantis I ist Eigentümerin des Offshore-Windprojekts Atlantis I, das in der deutschen Nordsee rund 84 km nördlich der Insel Borkum liegt.

 

Großprojekt vor Borkum

 

Das Projekt umfasst den Angaben zufolge ein Potenzial von bis zu 73 Windenergieanlagen der Multi-Megawatt-Klasse.

 

„Der Erwerb von Atlantis I ist für uns ein gelungener Start in das neue Jahr“, so Gunnar Groebler, Vorstand für den Geschäftsbereich Wind bei Vattenfall.

 

Fokus Erneuerbare

 

„Nach den für uns erfolgreichen Ausschreibungen in Dänemark im vergangenen Jahr, bei denen wir unser Offshore-Wind-Portfolio um 950 MW erweitern konnten, liegen wir mit dem Erwerb von Atlantis I auch im deutschen Markt sehr gut auf Kurs.“

 

Neben dem Projekt Atlantis I hat Vattenfall bereits im Sommer 2016 das Projekt Global Tech II erworben.

 

Beide Projekte sowie das Projekt Sandbank Plus erfüllen die Kriterien des §26 Wind See Gesetzes zur Teilnahme an den ersten Auktionsrunden für Offshore-Windprojekte, die im April 2017 starten.

 

MVA verkauft

 

Nur wenige Stunden vor der Bekanntgabe zu Atlantis I hatte Vattenfall mitgeteilt, zwei Abfallverbrennungsanlagen an Steag aus Essen zu verkaufen.

Demnach habe Steag die Vattenfall-Anteile an der Thermischen Abfallbehandlung Lauta (T.A. Lauta, 74,9%) in Sachsen übernommen. An der Anlage hielt Steag bereits 25,1%.

 

„Die rund 60 Mitarbeiter der T.A. Lauta sind damit in den Steag-Konzern übergegangen“, so Vattenfall.  Der Vollzug der Übernahme des Industriekraftwerks Rüdersdorf in Brandenburg sei für das zweite Quartal 2017 geplant. In Rüdersdorf seien rund 40 Mitarbeiter beschäftigt.

 

Alle Kraft für Neuausrichtung

 

Vattenfall unternimmt mit dem Verkauf nach eigenen Angaben einen weiteren Schritt bei seiner strategischen Neuausrichtung, die sich in Deutschland auf den Ausbau der Windkraft, auf die Wärmewende in Städten, die Verteilnetze sowie kundennahe Energiedienstleistungen konzentriert.

„Wir investieren in den nächsten fünf Jahren im Schnitt jeden Tag weit mehr als eine Million Euro in die deutsche Energiewende“, so Tuomo Hatakka, Vorsitzender der Geschäftsführung von Vattenfall.

 

Vattenfall und die Stadtwerke München SWM bringen für ihr gemeinsames Offshore-Windparkprojekt Sandbank 90km westlich vor der Nordseeinsel Sylt ein Investitionsvolumen von rund 1,2Mrd.€ auf. In Energiespektrum 9/16 haben wir das Projekt vorgestellt mit dem Beitrag "Make or buy in wind"