23. OKTOBER 2018

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Prima Klima am Bodensee


Die Deutsche Umwelthilfe hat die Stadtwerke Radolfzell mit dem Label Klimastadtwerk ausgezeichnet. Der Versorger vom Bodensee punkte vor allem bei Strom und Wärme mit klimafreundlichen Lösungen, so die Organisation.
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 In der Trinkwasserversorgung und der Mobilität fänden sich ebenso innovative Ansätze. Das Stadtwerk sei das zweite Stadtwerk in Deutschland, welches das Label erhalte.


„Mit der strategischen Herangehensweise, den Klimaschutz in allen relevanten Geschäftsbereichen seit vielen Jahren zu integrieren, beweisen die Stadtwerke eindrucksvoll ihre ökologische Ausrichtung. Die hohe Priorität des Klimaschutzes innerhalb des Unternehmens hat nach unserer Ansicht Vorbildcharakter. Die Auszeichnung ist mehr als verdient“, so der DUH-Geschäftsführer Sascha Müller-Kraenner.

Der Weg zum Label

Der Labelvergabe der Deutschen Umwelthilfe liegt eine Bestandsanalyse der bisherigen Leistungen und Zielsetzungen in allen relevanten Geschäftsbereichen der Stadtwerke zu Grunde, welche im Rahmen von drei gemeinsamen Workshops erarbeitet und diskutiert werden. Mittels eines Erfassungstools wird der Status Quo des Unternehmens im Klimaschutz ermittelt und die Beiträge der Klimaschutzmaßnahmen zur Treibhausgasminderung berechnet, so die Organisation.


Die Stadtwerke erhalten abschließend einen ausführlichen Bericht, in dem die Klimaschutzleistungen des Stadtwerks zusammengefasst und anhand eines Rasters bewertet wurden. Weitere Informationen zu den Teilnahmebedingungen für Stadtwerke am Labelingprozess finden sich unter www.klima-stadtwerk.de.

Engagement verdeutlichen

Die Stadtwerke Radolfzell versorgen in ihrem Gebiet rund 32.000 Kunden mit Strom, Gas, Wasser, Wärme, Mobilität und Internet .„Das Label sehen wir als Chance, unsere umfangreichen Klimaschutzaktivitäten in dieser Marke zu bündeln und unseren Kunden aus der Region zu transportieren", so Andreas Reinhardt, Geschäftsführer der Stadtwerke Radolfzell.

60 Prozent Erneuerbar

Der Energieversorger hat in der Region um Radolfzell den Ausbau der Photovoltaik nicht nur mit eigenen Anlagen, sondern auch durch finanzielle Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger vorangebracht: Mit dem neuen Mieterstrommodell können neben Hausbesitzern künftig auch Mieter selbst produzierten Ökostrom nutzen.


Im Programm Daheim Solar unterstützen die Stadtwerke Privatpersonen dabei, eigene Dachflächen zur Stromproduktion mit Photovoltaik- Anlagen und Stromspeicher auszubauen.


Darüber hinaus haben die Stadtwerke in die regenerative Stromproduktion aus Windenergie investiert, insbesondere im Windpark Verenafohren, wo seit 2017 gut 20 Millionen Kilowattstunden pro Jahr produziert werden können, wie die DUH weiter mitteilt. Die Stromerzeugung im eigenen Kraftwerkspark stammt zu 60 Prozent aus erneuerbaren Energien.


Photovoltaik und Biogas werden ergänzt durch KWK-Anlagen, die Wärme und Strom aus Erdgas produzieren. Im Strombereich realisierten die Stadtwerke allein damit im Jahr 2016 eine Treibhausgasminderung von knapp 5.000 Tonnen CO2-Äquivalent pro Jahr bezogen auf den deutschen Strommix, so die Deutsche Umwelthilfe.

Solarthermie und Biomasse

Im Wärmebereich sei das Unternehmen gerade sehr aktiv, insbesondere im Ortsteil Liggeringen. Dort wird ein Solarthermiefeld sowie ein Biomasseheizwerk auf Basis von Holzhackschnitzeln errichtet. Das über eine Heizzentrale gespeiste Nahwärmenetz zieht sich durch einen Großteil des Ortes. Zudem erhalten Anschlussnehmer automatisch einen Glasfaseranschluss.


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Datum:
24.04.2018
Unternehmen:
Bilder:
Bild: Jürgen Fälchle/ fotolia.de

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