23. OKTOBER 2018

zurück

kommentieren drucken  

Fuhrpark testet den Lade-Ernstfall


Aus dem Flottenbetrieb Erkenntnisse für das Stromnetz gewinnen – das möchte das gemeinsame Forschungsprojekt Fleets at Grid von der TU Braunschweig und BS Energy. Mit 85 alternativ angetriebenen Fahrzeugen verfügt der Braunschweiger Energieversorger eigenen Angaben zufolge über einen der größten alternativen Firmenfuhrparks in Niedersachsen.

Jedes zweite Fahrzeug im Fuhrpark fahre derzeit mit elektrischen oder anderen alternativen Antrieben. Der Fuhrpark ist nun Gegenstand der Forschungskooperation, wie der Energieversorger mitteilt.


Das gemeinsame Projekt  solle Erkenntnisse darüber liefern, welche Herausforderungen sich durch die steigende Anzahl an E-Fahrzeugen für die Ladeinfrastruktur und das Stromnetz ergeben und wie diese bewältigt werden können.


Der Fuhrpark von BS Energy und dessen Nutzung durch die Mitarbeiter stellen die Datenbasis für die Auswertung von Fahrzeugstatistiken, CO2-Emissionen, Fahrverhalten und Ladeprofilen dar.

Versuchsanlage mit 53 Ladepunkten

Eine der wichtigsten Fragen für den Ausbau von Elektromobilität in Städten, ist die nach der notwendigen Ladeinfrastruktur. Ein Teilprojekt soll am Beispiel von Braunschweig analysieren, wann und wo, wieviel und welche Ladetechnik benötigt wird.


Darauf aufbauend werden mit einer neu errichteten Versuchsanlage auf dem Betriebsgelände von BS Energy Simulationen für einzelne Stadtteile, Wohnbaugebiete und letztlich das ganze Stadtgebiet erstellt. Die Versuchanlage hat aktuell 53 Ladepunkte. Aus den Simulationen erhofft sich der Energieversorger Erkenntnisse zur Belastung des Stromnetzes beim Laden von E-Autos zu gewinnen.


Paul Anfang, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von BS Energy: „Die Ergebnisse der Forschungsarbeit können Grundlage für die Bauleitplanung der Stadt zum Ausbau von Ladeinfrastruktur in Braunschweig sein und für BS Energy die Grundlage für eine Netzentwicklungsstrategie.“


Ein Ziel ist unter anderem, die Entwicklungen auf dem Gebiet von Elektromobilität und Ladetechnik in die Unternehmensstrategie einfließen zu lassen, so der Energieversorger. „Elektromobilität ist ein Kernstück einer künftigen Smart City Braunschweig“, so Anfang.

Datum:
24.04.2018
Bilder:
Bild: BS Energy
Bild: BS Energy

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

Diese Artikel könnten Sie ebenfalls interessieren:

Intelligenter Netzbetrieb: so geht es

Intelligenter Netzbetrieb: so geht es

Der Stromnetzausbau ist mühsam. Das muss künftig einfacher gehen fordern Experten. Das Großprojekt Energiewende drohe sonst ins Stocken zu geraten. Die neuen Stromtrassen müssen auch zeitgemäß gesteuert werden. Wie das geht, untersuchen Experten zurzeit in einem Verbundprojekt. » weiterlesen
Strompreiszone – Eine Trennung im Guten?

Strompreiszone – Eine Trennung im Guten?

Seit dem 1. Oktober gilt die Trennung der deutsch-österreichischen Strompreiszone. Das bedeutet, dass es keinen unbegrenzten Stromhandel zwischen den beiden Ländern mehr gibt. Laut BNetzA seien bisher nur geringe Auswirkungen erkennbar. » weiterlesen
An einem Strang ziehen

An einem Strang ziehen

Die drei Leitstellen-Anbieter IDS, Kisters und PSI haben sich zusammengetan und die Initiative Open Interface gegründet. Die Initiative will ein offen verwendbares Profil zum Austausch von Modelldaten für Verteilnetzbetreiber schaffen. » weiterlesen
Stromnetze: Initiative setzt sich für Flexibilitätstechnologien ein

Stromnetze: Initiative setzt sich für Flexibilitätstechnologien ein

Gemeinsam mit Partnern aus der Netz- und Energiewirtschaft hat die Deutschen Energie-Agentur (Dena) die Initiative für Netzflexibilität ins Leben gerufen. Ziel ist eine Überarbeitung der politischen Rahmenbedingungen für Technologien wie Demand Side Management. » weiterlesen
 
» Finden Sie weitere News in unserem Newsarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben

Partner

Management Forum Starnberg GmbH

Medienpartner enerope

Maslaton

GVS