26. MAI 2018

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Sinteg – Projekte mit Weitblick


Hinter dem Kürzel Sinteg versteckt sich das Förderprogramm Schaufenster intelligente Energie. In fünf Regionen forschen verschiedene Partner am Energiesystem der Zukunft. Und das nun schon seit etwas über einem Jahr. Was passiert in den Projekten und was ist geplant? Ein Überblick.
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Das Förderprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums startete im Dezember 2016. Über 200 Millionen Euro Förderung fließen insgesamt in die fünf Schaufenster C/sells, Designetz, Enera, NEW 4.0 und Windnode.


Zusammen mit zusätzlichen privaten Investitionen werden über 500 Millionen investiert, so das Ministerium. Ziel sei, in vier Jahren Musterlösungen für eine klimafreundliche, sichere und effiziente Energieversorgung bei hohen Anteilen erneuerbarer Energien zu entwickeln. Im Zentrum steht die intelligente Vernetzung von Erzeugung und Verbrauch.


Energiespektrum stellt in einer Serie die verschiedenen Sinteg-Projekte vor. Gestartet sind wir an der Küste Niedersachsens mit Enera. In diesem Schaufensterprojekt werden Netz, Markt und Daten verbunden und ein zukunftsfähiges System erprobt.

Wind kompakt

Enera sei deutlich systemischer und vernetzter konzipiert als die anderen Sinteg-Projekte, so Ulf Brommelmeier, operativer Gesamtprojektleiter bei EWE. »Die Enera-Modellregion ist kleiner und stellt damit sicher, dass die Investitionen in ein vernetztes System fließen anstatt in verteilte Leuchtturmprojekte.«


Unter anderem werden im Projekt Speichersysteme gebaut und Windenergieanlagen technisch erweitert. Ein ›Smart Grid Operator‹ soll Anlagen und Netzbetriebsmittel koordinieren.


Ein weiterer Bestandteil ist die Entwicklung regionaler Systemdienstleistungen. Zusammen mit der Strombörse werden bestehende Marktmodelle erweitert.


Zentrale Schaltstelle für alle Daten des Energiesystems soll eine Plattform sein: Sie ermöglicht die Integration zwischen Daten des Energiesystems und beliebigen Anwendungen wie neuen Geschäftsmodellen oder Analysen.


Weitere Einzelheiten zum Projekt finden sich in einem Beitrag der Ausgabe 06/2017 von Energiespektrum.


Vom Norden geht es nun in die drei westlichen Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland.

Im Westen vernetzt

Im Sinteg-Projekt Designetz haben sich 47 Partner aus Energiewirtschaft, Industrie und Stadtwerken zusammen getan. Sie entwickeln unter der Konsortialführung von Innogy ein Konzept für die Energiewende.


Es soll ländliche Erzeugung mit städtischem Verbrauch in Einklang bringen und lokale Lösungen intelligent vernetzen. Eine wichtige Rolle spielen dabei auch Informations- und Kommunikationstechnik sowie smarte Verteilnetze.


Das Schaufenster verbindet verschiedene bereits funktionierende oder im Projektverlauf noch zu entwickelnde Einzellösungen zu einem Gesamtsystem. »Wir erproben das möglichst effiziente Zusammenspiel von Erzeugungs,- Speicher- und Digitalisierungslösungen. Gleichzeitig integrieren wir im Rahmen der Sektorkopplung weitere Energiesysteme in das Gesamtkonzept«, so Eva Wagner, Projektleiterin bei Westnetz/Innogy.


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Datum:
02.05.2018
Bilder:
Gabi Schoenemann / pixelio.de

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