26. MAI 2018

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Solar schlägt Wind


Bundesnetzagentur gibt Ergebnisse der ersten Gemeinsamen Ausschreibung für Wind und PV bekannt

Entgegen erster Erwartungen setzten Solaranlagen sich in der ersten technologieübergreifenden Ausschreibung gegen Windenergieanlagen durch. Wie die Bundesnetzagentur jetzt auf ihrer Internetseite bekannt gab, ging das gesamte Ausschreibungsvolumen von 200 MW in der ersten Gemeinsamen Ausschreibung vollständig an Solaranlagen.
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Acht der insgesamt 32 erteilten Zuschläge entfallen dabei auf Freiflächenanlagen auf Acker- und Grünlandflächen in benachteiligten Gebieten; davon wiederum fünf Zuschläge im Umfang von insgesamt 31 MW auf Standorte in Bayern und drei Zuschläge mit
einem Umfang von 17 MW auf Standorte in Baden-Württemberg.

Die erteilten Zuschläge reichen von 3,96 ct/kWh bis 5,76 ct/kWh. Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert liegt bei 4,67 ct/kWh.

Bei diesen Gebotspreisen konnten Windenergieanlagen nicht mithalten. Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert für Windenergieanlagen an Land belief sich in der letzten reinen Windausschreibung zwar auch nur auf 4,73 ct/kWh.

Allerdings findet – anders als in der regulären Ausschreibung – im Rahmen der Gemeinsamen Ausschreibung das Referenzertragsmodell keine Anwendung, sodass Ertragsnachteile an windschwächeren Standorten nicht ausgeglichen werden. Insofern konnten sich Solaranlagen im direkten Wettbewerb als die kostengünstigere Technologie durchsetzen.

Ein Gebot für Windenergieanlagen, dessen Gebotswert an sich im Bereich der Zuschlagswerte lag, fiel nach Angaben der Bundesnetzagentur letztlich aufgrund der Verteilnetzkomponente heraus. Diese sorgt dafür, dass Gebote für Standorte in Gebieten, in denen bereits zahlreiche Erneuerbare-Energien-Anlagen errichtet sind, mit einem Gebotsaufschlag belegt werden, um so die Zuschlagschancen zu verringern. Dadurch soll der Verteilnetzausbaubedarf im Ausschreibungsverfahren Berücksichtigung finden.

Im Übrigen mussten lediglich drei Gebote wegen Formfehlern vom Zuschlagsverfahren ausgeschlossen werden. Eingegangen waren 54 Gebote mit einem Gebotsvolumen von insgesamt 395 MW, davon 18 Gebote für Windenergieanlagen und 36 Gebote für Solaranlagen. Für die nicht bezuschlagten Bieter besteht die Möglichkeit, an der nächsten jeweils technologiespezifischen Ausschreibung teilzunehmen.


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Datum:
02.05.2018
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