23. OKTOBER 2018

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Schöpfen aus dem Fördertopf


Die KfW Bankengruppe hat Zahlen für das erste Quartal 2018 bekannt gegeben. Demnach verzeichnet sie in den ersten drei Monaten ein Fördervolumen von insgesamt 18,9 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum lag das Volumen bei 18,2 Milliarden. Einige Förderschwerpunkte lieferten einen wichtigen Beitrag zu diesem Ergebnis.

Die inländische Förderung erzielt zum ersten Quartal ein Zusagevolumen von 14,9 Milliarden Euro und liegt damit auf dem hohen Niveau des Vorjahres von 14,6 Milliarden, so die Bankengruppe.


Insbesondere die starke Nachfrage nach Mittelstandsfinanzierungen habe dazu beigetragen.


Die KfW hat zum Ende des ersten Quartals ihre Inlandsförderung neu aufgestellt und diese in zwei neue Geschäftsfelder „Mittelstandsbank & Private Kunden“ und „Individualfinanzierung & Öffentliche Kunden“ strukturiert.


Das Geschäftsfeld „Mittelstandsbank & Private Kunden“ erzielte zum ersten Quartal ein Fördervolumen von 12,7 Milliarden Euro (Vorjahr 12,2 Mrd.), wie die Bank weiter mitteilt.

Hohe Nachfrage bei Energieeffizienz

Das Segment Mittelstandsbank lag im ersten Quartal 2018 mit 6,3 Milliarden deutlich über dem Vorjahresniveau (5,6 Mrd.). Maßgeblich war laut der Bankengruppe die Entwicklung in den Förderschwerpunkten Energiewende und Innovation.


Im Schwerpunkt Energieeffizienz & Erneuerbare Energien hätten in den vergangenen Monaten insbesondere die gewerblichen KfW-Energieeffizienzprogramme eine hohe Nachfrage erfahren. Vor allem der Programmteil Energieeffizient Bauen und Sanieren liege mit einem Fördervolumen von einer Milliarde Euro über dem Vorjahresquartal (0,9 Mrd.).


Die Zusagen im KfW-Programm Erneuerbare Energien hätten hingegen mit 0,6 Mrd. EUR den Rekordwert des Vorjahres von 1,4 Milliarden unterschritten.


Das Segment Private Kunden erzielte zum Quartalsende ein Fördervolumen von 6,3 Milliarden Euro (Vorjahr 6,6 Mrd.), so die Bank. Auch in diesem Segment habe der Förderschwerpunkt Energieeffizienz & Erneuerbare Energien einen bedeutenden Beitrag mit 4,7 Milliarden Euro.

Guter Auftakt

„Das erste Quartal ist ein guter Auftakt für das neue Förderjahr. Die Nachfrage nach KfW-Förderung spiegelt die robuste Konjunktur in Deutschland wider“, sagt Dr. Günther Bräunig, Vorstandsvorsitzender der KfW Bankengruppe.


Die Neuzusagen für das internationale Geschäft sind laut der Bankengruppe auf 3,8 Milliarden Euro (Vorjahr 3,3 Mrd.) gestiegen. Hervorzuheben sei das Geschäftsfeld der KfW IPEX-Bank mit 3,3 Milliarden Euro (2,1 Mrd.), bei dem zwei großvolumige Einzelabschlüsse zu diesem Zusageanstieg führten.


Der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank schließe das erste Quartal mit 0,4 Milliarden Euro unter dem Vorjahresniveau ab, welches von Sondereffekten geprägt war. Die DEG sagt zum ersten Quartal Finanzierungen in Höhe von 0,1 Milliarden Euro zu. Der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank und die DEG rechnen für das Gesamtjahr 2018 wieder mit ähnlich hohen Finanzierungsvolumen wie im Vorjahr.

Geschäftszahlen

„Die Ertragsentwicklung der KfW im ersten Quartal 2018 verläuft wie prognostiziert auf niedrigerem Niveau, gleichwohl noch über unseren Erwartungen“, so Bräunig weiter.


Der Konzerngewinn von 228 Millionen Euro hat sich wie erwartet rückläufig im Vergleich zum Vorjahr entwickelt (421 Millionen Euro), teilt die Bank mit. Die Entwicklung im ersten Quartal sei infolge des jahresverlaufstypisch niedrigen Kreditrisikovorsorgebedarfs leicht oberhalb der Planung verlaufen.


Das Betriebsergebnis vor Bewertungen (vor Förderaufwand) beträgt 374 Millionen Euro (Vorjahr 500 Mio.). Dabei stellt der Zinsüberschuss (vor Förderaufwand) mit 600 Millionen Euro (709 Mio.) unverändert die wesentliche Ertragsquelle der Bankengruppe dar, so die KfW.


Der Rückgang des Zinsergebnisses resultiere insbesondere aus geringeren Vorfälligkeitsentschädigungen und einer geänderten Vereinnahmung von Vergütungen des Bundes für Förderprogramme, die infolge einer Vertragsänderung seit dem zweiten Halbjahr 2017 im Provisionsergebnis erfasst werden. Hier profitierte laut der KfW das Zinsergebnis im ersten Quartal 2017 noch mit einem Ertrag aus den Vergütungen von 28 Millionen Euro.

Datum:
11.05.2018
Bilder:
GG-Berlin / pixelio.de

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