26. MAI 2018

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Staus im Stromnetz auflösen


Der Akkuspeicherhersteller Sonnen will überschüssigen Grünstrom nutzbar machen, der sonst durch die Abregelung von PV- oder Windkraftanlagen verloren wäre. Mittel zum Zweck ist die ‚Flex-Plattform‘.

Damit stellt das Unternehmen nach eigenen Angaben einen komplett neuen Ansatz vor, mit dem überschüssiger Grünstrom in einem Netzwerk aus Akkuspeichern gespeichert werden kann.

 

Digitaler Fingerabdruck

 

Damit lassen sich gezielt die regionalen Verteilnetze entlasten, in denen es immer häufiger zu Netzengpässen kommt. Zusätzlich erhält jede dafür genutzte Kilowattstunde einen digitalen Fingerabdruck per Blockchain, so Sonnen in einer Mitteilung.

 

„Das Interesse daran ist groß“, so das Unternehmen aus Wildpoltsried im Allgäu. Die Verteilnetzbetreiber müssen einen Weg finden, um die schwankende Erzeugung von erneuerbaren Energien in ihrem Gebiet auszugleichen. „Mit unserer neuen Flex-Plattform können wir ihnen ein intelligentes Hilfsmittel dafür an die Hand geben“, so Jean-Baptiste Cornefert von Sonnen.

 

Man arbeite bereits mit einem der größten deutschen Verteilnetzbetreiber zusammen.

 

Intelligente Speichersoftware

 

Basis für die neue Flex-Plattform ist die intelligente Software, die in jeder einzelnen Sonnen-Batterie steckt und sich laut Unternehmensangaben in den letzten Jahren in zehntausenden Haushalten bewährt hat.

 

Ladesteuerung gemäß Einstrahlung

 

Dadurch lässt sich das System so steuern, dass sie erst dann lädt, wenn die Energieproduktion der Photovoltaik-Anlage so hoch ist, dass sie gesetzlich abgeregelt werden müsste.

 

Das ist klassischerweise ab dem Mittag der Fall. Auf diesem Weg kann der Haushalt Solarstrom nutzen, der ohne intelligente Speicherung verloren wäre.

 

Durch die vernetzten Akkuspeicher steht ein großer regionaler Speicherpool in ganz Deutschland für eine Vielzahl von Verteilnetzen zur Verfügung.

 

„Durch die intelligente Steuerung des Speicherpools über die Sonnen-Leitwarte lassen sich Speichernetzwerke gezielt für einzelne Regionen in Deutschland darstellen“, so das Unternehmen.

 

Speicherbesitzer können bei Bedarf ihre Speicher mit überschüssigem Windstrom beladen, der garantiert aus der Umgebung kommt, heißt es.

 

Sonnen-Chef im Interview

 

Sonnen-Chef-Philipp Schröder hat den Geist der unbegrenzten Möglichkeiten aus dem Silicon Valley mit nach Deutschland gebracht. Die Energiewende-Ära ist dafür wie gemacht. Sonnen soll ein Batterie-Riese werden. 

 

Über das Geben und Nehmen im Speichergeschäft sprach Energiespektrum mit Schröder im Frühjahr 2017. Hier das Interview aus Heft 3/17 zum Nachlesen

 

www.energiespektrum.de/172946

Datum:
16.05.2018
Bilder:
Bild: Rainer Sturm/pixelio.de

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