22. JUNI 2018

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Akkubatterien – Geldgeber investieren Milliarden


Die Batteriezellen-Herstellung findet vor allem in Korea und China statt. Nun hat Siemens angekündigt, gemeinsam mit Northvolt beim Aufbau der ersten großen Batteriezellen-Fabrik in Europa mitzuwirken. Einer Prognose zufolge wird der weltweite Batteriemarkt bis 2025 ein Marktvolumen von 90 Mrd. $ erreichen.

Etablierte und neue Akteure haben in den letzten beiden Jahren mehr als 13,7 Mrd. $ investiert, so das Beratungsunternehmen Arthur D. Little.

 

Feststoff-Batterien

 

Festelektrolyt-Lithium-Ionen-Batterien werden die bestehenden Batterietechnologien langfristig ablösen, heißt es.

 

„Die stark verbesserte Leistungsfähigkeit und die gute Energiedichte werden zu den entscheidenden Faktoren, die der neuen Technologie zum Durchbruch verhelfen werden“, so Arthur D. Little in einer Mitteilung.

 

Demnach sprechen die steigende Nachfrage und die Zahlungsbereitschaft der Nutzer für hoch entwickelte Lösungen dafür, dass die neue Generation der Lithium-Ionen-Batterien einen relativ schnellen industriellen Durchbruch erleben wird, heißt es.

 

Etablierte und neue Akteure haben den Angaben zufolge in den letzten beiden Jahren mehr als 13,7 Mrd. $ investiert.

 

„Mit 5 Milliarden $ hohen Investitionen führen Tesla und Panasonic die Rangliste vor CATL of China mit einem Investitionsvolumen von 2,9 Milliarden $ an“, so Arthur D. Little.

 

Treibende Trends hinter der sich beschleunigenden Batterieentwicklung sind die wachsenden Anforderungen in verschiedenen Einsatzbereichen.

 

Allen voran in der Elektromobilität, als Speicher für Erneuerbare Energien, sowie in der Unterhaltungselektronik.

 

Fundamentaler Umbruch

 

„Die Batterietechnologie erlebt die größte Disruption in ihrer 150-jährigen Geschichte“, so Michaël Kolk von Arthur D. Little.

 

Der Bericht zeigt auf, dass Innovationen sowohl in Bezug auf neue Technologien als auch auf die Prozessumwandlung von entscheidender Bedeutung sind. Entscheidend sei es, schnell Kosten zu senken.

 

„Wir gehen davon aus, dass E-Auto-Batteriepackpreise auf 100 US-Dollar je kWh fallen müssen, um Elektrofahrzeuge wettbewerbsfähig zu machen. Derzeit sind die niedrigsten Kostenschätzungen bei 190-250 US-Dollar je kWh“, so das Beratungsunternehmen.

 

Auch für die Energienetze mit hoher Einspeisung erneuerbarer Energien müssen die Batteriepreise um 50 Prozent gesenkt werden, heißt es.

 

„Entsprechende Lösungen werden kommen, noch ist kein Wettbewerber entscheidend voraus“, so Arthur D.Little.

 

Die vollständige Studie The Future of Batteries: Winner takes all? steht hier zum Download bereit.

 

Boom für deutsche Hersteller

 

Ohne Akkuspeicher keine Energiewende, heißt es. Deutsche Privathaushalte investieren bereits in die Technik. Künftig wollen die Hersteller auch immer mehr Anlagen an Gewerbe- und Industriebetriebe sowie Netzbetreiber verkaufen.

 

Im März hat der Bundesverband Energiespeicher erstmals Branchenzahlen vorgestellt. Er erwartet für 2018 Herstellerumsätze in Milliardenhöhe.

 

Hier die Details zum Nachlesen www.energiespektrum.de/179745

Datum:
28.05.2018
Bilder:
Bild: Frank Peters/fotolia.de

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