18. NOVEMBER 2018

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Badenova zieht Bilanz


In Zeiten, in denen viele kommunale Energieversorger schwächeln, weist Badenova in Freiburg ein Wachstum aus. Das Unternehmen erwirtschaftete 2017 einen Bilanzgewinn von 55,7 Mio. €, das sind 0,5 Mio. € mehr als 2016.

Das geht aus der Geschäftsbilanz hervor, die das Unternehmen jetzt vorlegte.

 

Digitalisierung

 

Das Geschäftsjahr war nach Unternehmensangaben geprägt von vielen Digitalisierungsprojekten. Gleichzeitig baute der Energiedienstleister seine lokale Präsenz weiter aus, um Kunden noch besser persönlich beraten zu können, heißt es.

 

Badenova hat nach eigenen Angaben einen Umsatz von 938,8 Millionen € erwirtschaftet.

 

„Dass die Umsatzmilliarde nicht wie geplant erreicht wurde liegt daran, dass der Versorger die Erdgaspreise gleich zwei Mal gesenkt hat“, heißt es in einer Mitteilung.

 

Badenova-Gesellschafter sind 96 Kommunen aus der Region sowie das Stadtwerkekonsortium Thüga.

 

„Wir stellen fest, dass die zunehmende Digitalisierung unserer Strukturen und Kanäle greift. Die vielfältigen Kundenbedürfnisse können wir damit besser erfüllen als noch vor einigen Jahren.“, so Maik Wassmer, Badenova-Finanzvorstand.

 

Neben dem Vorantreiben der Digitalisierung legt der Versorger Wert auf eine sehr hohe lokale Präsenz. An 35 Kontaktpunkten in der Region, in Servicecentern und Shops, kann sich der Kunde persönlich beraten lassen.

 

„Wir wollen persönlich ansprechbar sein, auch wenn wir feststellen, dass der Kunde immer stärker digitaler unterwegs ist.“, so Wassmer. Das sei Teil des Selbstverständnisses.

 

 

Energiewende

 

Zum Selbstverständnis des Unternehmens gehöre außerdem, weiter engagiert am Umsetzen der Energiewende zu arbeiten. Auch wenn mancher Weg sehr steinig sei.

 

Der zunehmende Protest mancher Bürger gegen lokale Windprojekte habe zu langen Verzögerungen bei Projekten geführt oder sie zum Erliegen gebracht. „Wir haben viel Lehrgeld bezahlt, was sich auch in der Bilanz niederschlägt“, so Wassmer.

  

Vertrieb

 

Neukunden wurden den Angaben zufolge unter anderem durch die vergrößerte Angebotspalette und neue Vertriebskooperationen und –partnerschaften erschlossen.

 

Der Erdgasabsatz stieg um 6,9 Prozent auf 10.485 Millionen kWh. Besonders die erfolgreiche Akquise bundesweit trug dazu bei, die Mengeneffekte aufgrund der wärmeren Temperaturen zu kompensieren.

 

Der Stromabsatz sank zum Vorjahr um 8,6 Prozent auf 2.878 Millionen kWh. Bedingt ist dies durch den Verlust eines Großkunden in der Netzverlustbeschaffung.

 

Der Bereich Privat-und Gewerbekunden wuchs um 7,6 Prozent auf 648,6 Millionen kWh. Alle privaten Stromkunden erhalten standardmäßig zertifizierten Ökostrom.

 

Der Wärmeabsatz stieg leicht auf 313,8 Millionen kWh (+0,5 Prozent), der Wasserabsatz auf 20,3 Millionen Kubikmeter (+5,4).

 

Investitionen

 

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Badenova Investitionen, weitestgehend in die Infrastrukturen der Energie-und Wassernetze, von über 44,4 Millionen Euro getätigt.

 

Durch den Innovationsfonds für Klima-und Wasserschutz wurden wieder Investitionen in der Region getätigt, die die Energiewende aktiv voranbringen.

 

Entsprechend der gesellschaftsrechtlichen Regelung flossen 2017 1,7 Millionen Euro aus dem Gewinn in den Fonds, der in der Energiebranche einmalig ist.

 

KPMG-Studie

 

Trotz positiver gesamtwirtschaftlicher Entwicklung ist die wirtschaftliche Lage vieler kommunaler Energieversorger in Deutschland besorgniserregend. Das ergab jüngst eine Studie des von KPMG geförderten Instituts für den öffentlichen Sektor.

 

Hier die Details zum Nachlesen www.energiespektrum.de/181521

Datum:
01.06.2018
Unternehmen:
Bilder:
Bild: Sergey Nivens/fotolia.de

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