18. NOVEMBER 2018

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Wind: Onshore-Ausbau über Plan


Der Brutto-Zubau von Windenergieanlagen an Land lag zwischen Mai 2017 und Ende April 2018 mit 5.308 MW oberhalb des gesetzlich festgelegten Ausbaupfads. Das gab die Bundesnetzagentur bekannt. Der Zeitraum ist maßgeblich für die Berechnung der Fördersätze ab dem 1. Oktober.

Demnach sinken die Zahlungsansprüche zum fünften Mal in Folge um 2,4 Prozent. Das gilt für Anlagen, die nicht an Ausschreibungen teilnehmen müssen und von Oktober bis Dezember 2018 den Betrieb aufnehmen, so die BNetzA. Dies betrifft insbesondere Anlagen, die noch unter den Bestandsschutz fallen, heißt es.

 

Seit Anfang 2017 ist die Förderhöhe damit um rund 17 Prozent gefallen.

 

Zuwachs über dem Ausbaupfad

 

Bewegt sich der Zubau nahe am gesetzlichen Ausbaupfad, so ist eine geringe Absenkung der Vergütungssätze vorgesehen.

 

Diese Absenkung verstärkt sich, je mehr der Zubau den Ausbaupfad überschreitet. Eine merkliche Unterschreitung des Ausbaupfads würde dagegen dazu führen, dass die anzulegenden Werte konstant bleiben oder sogar angehoben würden.

 

Berechnung der Vergütungshöhe ab 2019

 

Laut BNetzA berechnet sich ab 2019 die Vergütungshöhe für Strom aus Windenergieanlagen an Land, die nicht an Ausschreibungen teilnehmen müssen (Kleinanlagen bis 750 kW und Pilotanlagen) aus den Zuschlagswerten bei vorangegangen Ausschreibungen.

 

Damit liegt der Vergütungssatz für Anlagen, die nach dieser Sonderregelung in 2019 in Betrieb gehen bei 4,56 Ct/kWh, so die BNetzA.

Datum:
06.06.2018
Bilder:
Rainer Sturm/pixelio.de

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