22. JUNI 2018

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Autostrom tanken ist gar nicht so einfach


Ohne ein gut funktionierendes Netz von Stromtankstellen werden viele Autofahrer nicht aufs E-Auto umsteigen. Ein ADAC-Test offenbarte Stärken und Schwächen im deutschen E-Tankstellen Netz.

„Wie der jüngste ADAC Test von 53 Ladesäulen belegt, verdichtet sich das Netz an Ladesäulen in Deutschland immer weiter“, so der Automobilclub in einer Mitteilung.

 

Aber die Prüfer stellten an den installierten Ladesäulen Optimierungsbedarf fest.

 

„Technisch sind die Ladestationen in Ordnung, aber es gibt Schwächen beim Service“, so der ADAC. Außerdem habe es nur selten ausreichende Informationen zu den Kosten des Ladevorgangs gegeben.

 

Laut ADAC floss der Strom an fast allen Stationen.

 

Große Schwächen zeigten sich aber in Sachen Verbraucherfreundlichkeit, heißt es.

 

So sind Bedienkomfort, Informationen und Preistransparenz noch weit von den gewohnten Standards herkömmlicher Zapfsäulen entfernt.

 

„In Noten ausgedrückt heißt das: Ein Mal gab es die Wertung Sehr gut, 29-mal Gut, 17-mal Ausreichend. Sechs Ladesäulen waren sehr mangelhaft“, so der ADAC.

 

Gute Ladesäulen, schlechte Ladesäulen

 

Was eine gute Ladesäule ausmacht, zeigt laut ADAC das Testobjekt am Hans-Thoma-Platz 4 in Sindelfingen.

 

Als einzige Ladesäule im Test schnitt sie mit Sehr gut ab. Die Station war in allen wichtigen Verzeichnissen gelistet. Neben Kunden des Betreibers EnBW konnten auch Kunden anderer Anbieter Strom laden.

 

Die informative Website zeigte unter anderem an, ob die Säule belegt oder defekt war.

 

Den EnBW-Strompreis pro Einheit erfuhr man sowohl an der Ladesäule als auch in der App, die geladene Energiemenge und den dafür zu zahlenden Betrag nach dem Laden in der App, so die Prüfer des Automobilclubs.

 

Schwächen bei Transparenz

 

„Generell fanden sich vor allem bei der Preistransparenz Schwächen“, heißt es. Der Betreiber-Preis pro Einheit war meist nicht auf der Ladesäule angegeben, sondern nur im Internet oder in einer App.

 

Gleiches gilt für den pro Ladung zu zahlenden Betrag.

 

Bei zehn Stationen hatte der Kunde überhaupt keinen Überblick über die angefallenen Kosten und musste auf die Rechnung warten.

 

"Das Laden an einer e-Ladesäule muss so komfortabel und bequem sein wie an einer herkömmlichen Zapfsäule. Dazu gehört, dass der Verbraucher vor dem Laden weiß, was der Strom kostet und nach dem Ladevorgang, wie hoch seine tatsächliche Rechnung ist", so Ulrich Klaus Becker vom ADAC.

 

Die detaillierten Ergebnisse des Ladesäulen-Tests stehen auf der ADAC-Homepage zum Nachlesen bereit.

  

Abrechnen leicht gemacht

 

Ob in Parkhäusern, auf Parkflächen von Wohnkomplexen oder auf dem Firmenparkplatz: der Bedarf nach Lademöglichkeiten für Autostrom steigt. Aber wie können Vermieter den Ladestrom effizient abrechnen?

 

Das haben sich auch die Experten von Mennekes im westfälischen Kirchhundem gefragt – und zusammen mit Partnern die Software Chargecloud entwickelt.

 

Hier der Beitrag zum Nachlesen www.energiespektrum.de/181544

Datum:
08.06.2018
Unternehmen:
Bilder:
Bild: scusi/fotolia.de
Bild: EnBW

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