18. NOVEMBER 2018

zurück

kommentieren drucken  

Autostrom tanken ist gar nicht so einfach


Ohne ein gut funktionierendes Netz von Stromtankstellen werden viele Autofahrer nicht aufs E-Auto umsteigen. Ein ADAC-Test offenbarte Stärken und Schwächen im deutschen E-Tankstellen Netz.

„Wie der jüngste ADAC Test von 53 Ladesäulen belegt, verdichtet sich das Netz an Ladesäulen in Deutschland immer weiter“, so der Automobilclub in einer Mitteilung.

 

Aber die Prüfer stellten an den installierten Ladesäulen Optimierungsbedarf fest.

 

„Technisch sind die Ladestationen in Ordnung, aber es gibt Schwächen beim Service“, so der ADAC. Außerdem habe es nur selten ausreichende Informationen zu den Kosten des Ladevorgangs gegeben.

 

Laut ADAC floss der Strom an fast allen Stationen.

 

Große Schwächen zeigten sich aber in Sachen Verbraucherfreundlichkeit, heißt es.

 

So sind Bedienkomfort, Informationen und Preistransparenz noch weit von den gewohnten Standards herkömmlicher Zapfsäulen entfernt.

 

„In Noten ausgedrückt heißt das: Ein Mal gab es die Wertung Sehr gut, 29-mal Gut, 17-mal Ausreichend. Sechs Ladesäulen waren sehr mangelhaft“, so der ADAC.

 

Gute Ladesäulen, schlechte Ladesäulen

 

Was eine gute Ladesäule ausmacht, zeigt laut ADAC das Testobjekt am Hans-Thoma-Platz 4 in Sindelfingen.

 

Als einzige Ladesäule im Test schnitt sie mit Sehr gut ab. Die Station war in allen wichtigen Verzeichnissen gelistet. Neben Kunden des Betreibers EnBW konnten auch Kunden anderer Anbieter Strom laden.

 

Die informative Website zeigte unter anderem an, ob die Säule belegt oder defekt war.

 

Den EnBW-Strompreis pro Einheit erfuhr man sowohl an der Ladesäule als auch in der App, die geladene Energiemenge und den dafür zu zahlenden Betrag nach dem Laden in der App, so die Prüfer des Automobilclubs.

 

Schwächen bei Transparenz

 

„Generell fanden sich vor allem bei der Preistransparenz Schwächen“, heißt es. Der Betreiber-Preis pro Einheit war meist nicht auf der Ladesäule angegeben, sondern nur im Internet oder in einer App.

 

Gleiches gilt für den pro Ladung zu zahlenden Betrag.

 

Bei zehn Stationen hatte der Kunde überhaupt keinen Überblick über die angefallenen Kosten und musste auf die Rechnung warten.

 

"Das Laden an einer e-Ladesäule muss so komfortabel und bequem sein wie an einer herkömmlichen Zapfsäule. Dazu gehört, dass der Verbraucher vor dem Laden weiß, was der Strom kostet und nach dem Ladevorgang, wie hoch seine tatsächliche Rechnung ist", so Ulrich Klaus Becker vom ADAC.

 

Die detaillierten Ergebnisse des Ladesäulen-Tests stehen auf der ADAC-Homepage zum Nachlesen bereit.

  

Abrechnen leicht gemacht

 

Ob in Parkhäusern, auf Parkflächen von Wohnkomplexen oder auf dem Firmenparkplatz: der Bedarf nach Lademöglichkeiten für Autostrom steigt. Aber wie können Vermieter den Ladestrom effizient abrechnen?

 

Das haben sich auch die Experten von Mennekes im westfälischen Kirchhundem gefragt – und zusammen mit Partnern die Software Chargecloud entwickelt.

 

Hier der Beitrag zum Nachlesen www.energiespektrum.de/181544

Datum:
08.06.2018
Unternehmen:
Bilder:
Bild: scusi/fotolia.de
Bild: EnBW

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

Diese Artikel könnten Sie ebenfalls interessieren:

Zeichen der Zeit

Zeichen der Zeit

Hamburg, Frankfurt, Köln und Bonn: Immer mehr Städte führen in der Innenstadt Fahrverbote für bestimmte Dieselfahrzeuge ein. Autos mit E-Motor dagegen haben freie Fahrt in ganz Deutschland. Die Daimler-Tochter Accumotive baut die Fertigung in Sachsen deutlich aus. » weiterlesen
Erdgas-Lkw: Was bringt die Mautbefreiung?

Erdgas-Lkw: Was bringt die Mautbefreiung?

Ab 1. Januar 2019 werden mit Erdgas betriebene Lkw von der Maut befreit. Das hat jüngst der Bundestag beschlossen. Die Erdgasbranche sieht in dem Beschluss ein Signal für einen höheren Marktanteil im Verkehrswesen. » weiterlesen
E-Auto-Service für Baumarktkunden

E-Auto-Service für Baumarktkunden

Per App ein Auto mieten und gleich losfahren – kein Problem seit es Carsharing gibt. Wenn der Mietwagen dann auch noch mit Elektromotor fährt, freut sich auch die Umwelt. Zukünftig treiben nun auch toom und Bosch das Carsharing voran und testen in ausgewählten Marktstandorten den Carsharing-Service für Elektro-Transporter. » weiterlesen
Von A nach B in der Großstadt

Von A nach B in der Großstadt

Frankfurt, Hamburg, Berlin: die Zahl der Großstädte mit Diesel-Fahrverboten in bestimmten Straßen steigt. Einer Umfrage zufolge nutzen Großstädter vor allem Bus und Bahn, wenn sie nicht im eigenen Auto fahren. Carsharing wird weniger genutzt als erwartet. » weiterlesen
 
» Finden Sie weitere News in unserem Newsarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben

Partner

Management Forum Starnberg GmbH

Medienpartner enerope

Maslaton

GVS