17. JULI 2018

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Wie weiter mit KWK?


Nach Ansicht des VDMA wird das Klimaschutzpotential in KWK-Ausschreibungen noch nicht ausgeschöpft. „Mit Blick auf die ambitionierten Klimaschutzziele ist das Volumen der KWK-Ausschreibung viel zu gering“, so der Verband. Zuvor hatte die BNetzA einen Umfang von 91 MW bezuschlagt.

„Der mengengewichtete durchschnittliche Zuschlagswert liegt bei 4,31 ct/kWh“ so die Bundesnetzagentur. Der niedrigste Gebotswert liegt bei 2,99 ct/kWh. Der höchste Gebotswert liegt bei 5,20 ct/kWh, heißt es in einer Mitteilung.

 

Die nächste Ausschreibung am 1. Dezember 2018 wird mit 77 MW wieder annähernd dem Umfang der regulär auszuschreibenden Menge entsprechen, so die BNetzA.

 

Laut VDMA sei das Volumen der KWK-Ausschreibung derzeit noch viel zu gering. „Zur Gewährleistung des Wettbewerbs sind auch hier einfache und langfristig klare Ausschreibungsbedingungen eine notwendige Voraussetzung,“ so der Verband.

 

Da auch Betreiber von Bestandsanlagen in der Ausschreibung mitbieten können, vermindert sich laut VDMA der zusätzliche Klimaschutzbeitrag weiter.

 

Auch die Bewertung der Gebotshöhe wird damit stark beeinflusst, heißt es.

 

Zudem erteilte die BNetzA Zuschläge in der ersten Ausschreibung für innovative KWK-Systeme.

 

Ausschreibung innovative KWK-Systeme

 

Innovative KWK-Systeme sollen Erkenntnisse für die künftige Rolle von KWK-Anlagen in der Wärmeversorgung liefern.

 

Solche Systeme sind ein Zusammenspiel aus KWK-Anlage, elektrischem Wärmeerzeuger und einer innovativen erneuerbaren Wärmequelle, bei der es sich etwa um Solarthermie, Geothermie oder eine Wärmepumpe handeln kann.

 

Die Ausschreibungen für innovative KWK-Systeme sollen einen Lernprozess ermöglichen, heißt es.

 

„Vor diesem Hintergrund ist die Beteiligung mit sieben eingegangenen Geboten mit einem Gebotsumfang von knapp 23 Megawatt positiv zu bewerten“, so die BNetzA.

 

Weil zwei Gebote ungültig waren, konnten nur fünf Gebote mit einem Volumen von knapp 21 Megawatt bezuschlagt werden.

 

Den Angaben zufolge liegt der mengengewichtete durchschnittliche Zuschlagswert bei 10,27 ct/kWh. Der niedrigste bezuschlagte Gebotswert liegt bei 8,47 ct/kWh. Der höchste Gebotswert liegt bei 10,94 ct/kWh, heißt es.

 

„Die Ausschreibungen haben sich als wettbewerbliches Instrument zur Festlegung der KWK-Förderung bewährt“, sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. „Mit dem einsetzenden Lernprozess bei den innovativen KWK-Systemen ist zukünftig auch hier mit einer größeren Beteiligung zu rechnen."

 

Die Zuschläge sind auf der Internetseite der Bundesnetzagentur unter www.bundesnetzagentur.de/kwk-ausschreibung veröffentlicht.

Datum:
15.06.2018
Bilder:
Bild: patpitchaya/ fotolia.de

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