19. NOVEMBER 2018

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Mehr als der Name


Gelsenwasser macht längst nicht mehr nur Wasser: Gas, Strom und Erneuerbare gehören ebenso zum Portfolio. Vorstandsvorsitzender Henning Deters hat auf der Hauptversammlung aktuelle Aktivitäten und den Wandel des Unternehmens vorgestellt.

„Mit Ende dieses Jahres wird der Steinkohlebergbau eingestellt – und das ehemalige ‚Wasserwerk für das nördliche westfälische Kohlenrevier‘,  unsere heutige Gelsenwasser AG – existiert noch und wird sich auch in Zukunft in dieser Region weiterentwickeln. Der Strukturwandel hat sich auch im Unternehmen vollzogen“, so Deters.

Einstieg in Erneuerbare

Die Sparte Erdgas baute das Unternehmen in den 70er Jahren auf. Nach dem Mauerfall baute man die Stadtwerke-Beteiligungen aus. Es folgte 1994 der Start der Abwassersparte sowie vor vier Jahren der Einstieg in den Stromnetzbetrieb.


„Alles waren konsequente Schritte vom Ein-Sparten-Unternehmen, das starke Abhängigkeit von Bergbau und Stahl hatte, zum krisenfesten Rundum-Versorger, zum Haus der Lösungen“, so Deters. „Folgerichtig war auch der Einstieg in Windenergie und Photovoltaik, aber ebenso in Planung, Bau und Betrieb von Datennetzen durch Beteiligung an der Gelsen-Net Kommunikationsgesellschaft mbH Ende 2017.“ 


Ein wichtiger Entwicklungsbereich sind laut Unternehmensangaben Windenergieprojekte, die in enger Abstimmung mit Kommunen und intensivem Austausch mit den Bürgern und zum Teil in Zusammenarbeit mit örtlichen Versorgungsunternehmen umgesetzt würden.
Aktuell sind 77 Windenergieanlagen mit rund 350 MW unterschiedlich weit in der Planung.

Geschäftszahlen 2017

Deters stellte auch die Geschäftszahlen für 2017 vor: Bei Umsatzerlösen von 1.209,2 Mio. € (2016: 1.040,1 Mio. €) erwirtschaftete das Unternehmen einen Jahresüberschuss von 92,4 Mio. €.


„Der erwartungsgemäße Ergebnisrückgang gegenüber dem Vorjahr erklärt sich im Wesentlichen aus einem rückläufigen Ergebnis beim Gasverkauf, höheren Personalaufwendungen sowie geringeren Sondereffekten, die im Vorjahr von Gasnetzabgängen geprägt waren“, so Deters

 

Der Wasserabsatz des Gelsenwasser-Konzerns lag mit 232,8 Mio. m³ fast auf Vorjahresniveau (234,7 Mio. m³). Der Gasabsatz stieg 2017 um 26,8 % auf 39,6 TWh. Der Zuwachs ist in erster Linie auf die verstärkten Gashandelsaktivitäten zurückzuführen, wie das Unternehmen mitteilt.

 

Der Stromabsatz stieg im vergangenen Jahr auf 477 Mio. kWh (2016: 462 Mio. kWh). Die Anzahl der belieferten Haushaltskunden stieg 2017 um 10,1 %.


Gelsenwasser hat zudem die Energie-Handelsaktivitäten ausgeweitet und ist dazu eine Partnerschaft mit der Energiehandelsgesellschaft West (EHW) eingegangen.

Datum:
27.06.2018
Unternehmen:
Bilder:
Bild: S. Hofschlaeger/pixelio.de

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