19. NOVEMBER 2018

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Ladelösung für ein ganzes Stadtquartier


Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs in Regensburg entsteht ein Stadtquartier, bei dem die elektromobile Infrastruktur gleich mit eingeplant ist. In der Endausbaustufe im Jahr 2020 sollen über 200 Ladepunkte für E-Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Notwendig dafür ist ein intelligentes Lastmanagement.

Insgesamt werden in den Tiefgaragen Ladepunkte mit Wallboxen mit bis zu 22kW Leistung geschaffen.  Das komplette Ladeinfrastruktursystem aus Hard- und Software liefert Charge IT mobility. Projektiert sind aktuell mindestens 220 Ladepunkte mit Erweiterungsmöglichkeit, wie das Unternehmen weiter mitteilt.


Die Komplexität des Projektes liege darin, die zur Verfügung stehende Netzanschlussleistung so zu steuern, dass sowohl die ansässigen Unternehmen und Privatwohnungen mit Strom versorgt werden und gleichzeitig die Elektrofahrzeuge geladen werden können, ohne eine Überspannung durch Überlastung des Netzes herbeizuführen.

VIP-Freischaltung fürs Laden

Dabei wird durch das Lastmanagement der Strom dynamisch und optimal verteilt, so das Unternehmen. Bei einem Störfall ist eine Rückfalloption gegeben, die die Ladung der E-Fahrzeuge mit einer voreingestellten Minimalleistung sichert und die Authentifizierung auch ohne RFID Ladekarte ermöglicht.


Eine VIP-Freischaltung per RFID, um im Bedarfsfall die volle Leistung am Ladepunkt abgreifen zu können, ist ebenfalls vorgesehen.

Großprojekt im nicht öffentlichen Raum

Anfang des Jahres wurde von der Rewag im Zuge der Tiefgaragenplanung im Stadtquartier Dörnberg das Lade- und Lastmanagement-Projekt konzipiert und ausgeschrieben. Beworben hatten sich mehrere Anbieter für Ladelösungen.


Den Zuschlag erhielt das Unternehmen aus Kitzingen. „Wir freuen uns, dieses wegweisende Projekt umsetzen zu dürfen“, so Yusuf Akdeniz, Vertriebsleiter von Charge IT mobility. Das Projekt gelte aufgrund des Umfangs an Ladepunkten und den anspruchsvollen technischen Anforderungen als maßstabsetzende Referenz im derzeit noch unterentwickelten Bereich des nicht öffentlichen Ladens von Autostrom.

Fertigstellung bis zum Jahreswechsel

Der erste Bauabschnitt mit 40 Ladepunkten wird bereits im Juli 2018 fertig gestellt sein. Im nächsten Schritt werden die notwendigen Leitungen, Trafostationen und Netzarbeiten von der Rewag installiert.


Im Anschluss werden von Charge IT mobility die Schalträume mit den sogenannten Ladeclusterzentralen ausgestattet und die Wallboxen angebracht. Zum Jahreswechsel 2018/2019 sollen in zwei weiteren Bauabschnitten zusätzliche 160 Ladepunkte installiert werden, wie das Unternehmen mitteilt.


Das Dörnberg-Stadtquartier wird von der Hubert Haupt Immobilien Holding und Bucher Properties entwickelt.


Die Rewag bietet dort zusammen mit Charge IT mobility ein Paket von der Projektierung, Vertragsabwicklung und dem späteren Betrieb über 10 Jahre an. Gleichzeitig wird das nicht öffentliche Laden in Tiefgaragen mit dem öffentlichen Laden in der Stadt und Umland über eine Bezahlmöglichkeit realisiert.

Datum:
28.06.2018
Unternehmen:
Bilder:
DLR
Montage: Dörnberg-Viertel Projekt GmbH & Co. KG

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