19. NOVEMBER 2018

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Netzausbau: Szenariorahmen genehmigt


Die Bundesnetzagentur hat den Szenariorahmen für den nächsten Netzentwicklungsplan Strom genehmigt. Die Übertragungsnetzbetreiber haben damit die Grundlage, um den weiteren Netzausbaubedarf bis zum Jahr 2030 zu ermitteln.

„Der Szenariorahmen bildet die Planungsgrundlage, wieviel Netzausbau über die beschlossenen Projekte hinaus zukünftig notwendig ist“, so Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.


„Die Übertragungsnetzbetreiber sind nun gefordert, aus dem Szenariorahmen konkrete Netzausbauvorhaben zu ermitteln. Dabei sollen sie auch innovative Netztechniken und Betriebsführungskonzepte berücksichtigen. Zusätzlich trägt auch die bestmögliche Nutzung des Bestandsnetzes dazu bei, den  Netzausbaubedarf auf das unbedingt notwendige Maß zu minimieren“, so Homann weiter.


Der konsultierte Entwurf für den Netzentwicklungsplan 2019-2030 ist bis zum 15. April 2019 bei der BNetzA einzureichen.

Veränderte Szenarien

Im neuen Szenariorahmen für das Zieljahr 2030 in der Version 2019 haben sich die Szenarien gegenüber dem letzten Szenariorahmen maßgeblich verändert, wie die Regulierungsbehörde weiter mitteilt. Grund hierfür seien die neuen Zielsetzungen des Koalitionsvertrages.


Ein Anteil von 65 Prozent erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch bis 2030 ist in allen Szenarien enthalten, wird jedoch durch unterschiedliche Ausbaupfade erreicht. Sonderausschreibungen für Onshore-Windenergie und Photovoltaik sowie höhere Offshore-Windenergiemengen sind ebenfalls Teil des neuen Szenariorahmens.


Der Innovationsgrad in den Szenarien variiert, was zum Beispiel die Sektorenkoppelung angeht, heißt es in der Mitteilung weiter. So liegen den verschiedenen Szenarien  unterschiedliche Annahmen zur Entwicklung der E-Mobilität und zum Einsatz von Strom bei der Wärmeversorgung zugrunde.


Zudem weisen die Szenarien einen unterschiedlich ausgeprägten Einsatz neuer Technologien im Stromsektor zur Steigerung der Flexibilität und Bereitstellung von Speicherkapazitäten auf.

Zwischenszenario 2025 enthalten

Abweichend zum letzten Szenariorahmen 2017-2030 werden nicht nur vier  Szenarien genehmigt, sondern noch ein zusätzliches Zwischenszenario mit dem Zieljahr 2025.


Es soll laut Behörde genutzt werden, um die von den Übertragungsnetzbetreibern eingereichten kurzfristig durchführbaren Maßnahmen zu überprüfen, die den Netzausbaubedarf minimieren sollen.


Der Szenariorahmen ist unter www.netzausbau.de/2019-2030-sr   veröffentlicht.

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