22. AUGUST 2018

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EE-Vergütung: Differenzverträge sind die beste Option


Trotz sinkender Technologiekosten sind auch in Zukunft Vergütungsinstrumente für erneuerbare Energien sinnvoll. In einer Studie untersucht das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) anhand einer Simulation die Implikationen verschiedener Vergütungsoptionen.
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Sie kommt zu dem Schluss, dass mit der Einführung von Differenzverträgen (Contracts for Differences) bis 2030 etwa 800 Millionen Euro pro Jahr eingespart werden können.

Eine fixe Marktprämie würde hingegen die Kosten für Stromkunden um jährlich 2,7 Milliarden Euro steigern. Ohne Vergütungsinstrumente würden die Kosten für erneuerbare Energien um rund 3,4 Milliarden Euro pro Jahr zulegen.

Absicherung von Investoren und StromverbraucherInnen
 
Ein Differenzvertrag ist ein langfristiger Stromabnahmevertrag zu einem in einer wettwerblichen Ausschreibung ermittelten Wert. Er wird zwischen einem Wind- oder Solarprojektentwickler und einem dafür autorisierten Akteur (zum Beispiel einem Netzbetreiber) abgeschlossen.

Liegt der künftige Marktwert des Stroms im Durchschnitt niedriger als der abgesicherte Wert, dann bekommt der Anlagebetreiber die Differenz ausgezahlt. Liegt der Strompreis aber höher, zahlt der Anlagenbetreiber die Differenz zurück. Die entstandenen Kosten oder Erlöse werden an alle Stromkundinnen und -kunden weitergegeben.

»Im Gegensatz zum aktuell bestehenden Rahmen stellt der Differenzvertrag also nicht nur eine Absicherung für Projektentwickler und Anlagenbetreiber gegen niedrige Marktwerte ihrer Stromproduktion dar, sondern trägt auch zur Absicherung für Stromverbraucherinnen und -verbraucher gegen hohe Strompreise bei«, so das DIW Berlin.

»Unter den verschiedenen Politikoptionen sind Differenzverträge die überlegene Alternative, weil bei den anderen Instrumenten – der bestehenden gleitende Marktprämie, einer fixen Marktprämie oder sogar einer Abschaffung jeglicher Vergütung – die Kosten allesamt höher liegen«, fasst Karsten Neuhoff vom DIW Berlin die Ergebnisse zusammen.

»Nur bei Differenzverträgen profitieren Stromverbraucherinnen und Stromverbraucher voll von den fallenden Technologiekosten der erneuerbaren Energien«.


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Datum:
17.07.2018
Unternehmen:
Bilder:
Bild: PhotoSG/ fotolia.de

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