22. AUGUST 2018

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Wie geht es weiter mit Onshore-Wind?


BWE und VDMA Power Systems haben Zahlen für den Windenergieausbau an Land vorgelegt. Nach dem Rekordausbaujahr 2017 für Windenergie an Land in Deutschland geht der Zubau im Jahr 2018 erwartungsgemäß zurück, so die Verbände.
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Die von der Deutschen Windguard erhobenen Zahlen ergeben einen Bruttozubau im ersten Halbjahr 2018 von 1.626 MW bzw. 497 Anlagen an Land, der Nettozubau betrug 1.505 MW. Dies entspricht einem Rückgang des Bruttozubaus um 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 2.281 MW.

Der aktuelle Ausbau sei im Wesentlichen auf die Übergangsregelung des alten EEG zurückzuführen, heißt es weiter. In den Auftragsbeständen und der nahen Zubauperspektive würden die Auswirkungen des Fehlers sichtbar, nicht genehmigte Projekte in den Ausschreibungen zuzulassen.

»Natürlich ist ein ambitionierter und dynamischer Heimatmarkt die Voraussetzung für Exporterfolge im wachsenden Weltmarkt. Die Ziele des Koalitionsvertrags und der neue Rahmen aus der EU-Energiepolitik sind richtig. Was die Industrie nun benötigt, ist eine stringente Umsetzung in Ausschreibungsmengen und Ausbauzahlen«, fordert Matthias Zelinger, Geschäftsführer VDMA Power Systems.
  
Solide Entwicklung in Europa
   
Die vom europäischen Verband Windeurope ermittelten Zahlen zeigen, dass Europa hinsichtlich der Installation von Windparks auf Kurs für ein solides Jahr ist, teilen die Verbände mit. Der Zubau im ersten Halbjahr 2018 beträgt europaweit 3.200 MW, wobei dieser nur von wenigen Märkten getrieben wird, insbesondere Deutschland, Frankreich und Dänemark.

Die soliden Zahlen für die Entwicklung der Windenergie in Europa verschleierten einige beunruhigende Trends. »Beispielsweise hat Frankreich in diesem Jahr viele neue Onshore-Windkraftanlagen installiert, hat aber in den letzten acht Monaten aus administrativen Gründen keine neue Genehmigung für Onshore-Windkraftanlagen erteilt - was auch zu einer Unterzeichnung in der letzten Auktion geführt hat«, so Pierre Tardieu, Chief Policy Officer von Windeurope.

In Deutschland sei noch nicht klar, wann die im Koalitionsvertrag für 2019-20 genannten Sonderausschreibungen von 4.000 MW für Windenergie an Land stattfinden werden.


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Datum:
26.07.2018
Unternehmen:
Bilder:
Bild: Erich Westendarp/pixelio.de

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