22. AUGUST 2018

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KfW kauft Anteil an 50Hertz


Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erwirbt im Auftrag der Bundesregierung den aktuell zum Verkauf stehenden 20-prozentigen Anteil am deutschen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz im Rahmen einer Brückenlösung. Die Anteile sollen perspektivisch weiterveräußert werden, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilt.

Die Bundesregierung habe aus sicherheitspolitischen Erwägungen ein hohes Interesse am Schutz kritischer Energieinfrastrukturen heißt es als Begründung. Bevölkerung und Wirtschaft erwarteten eine zuverlässige Energieversorgung.


Konkret erwirbt die KfW laut eigener Mitteilung im Auftrag der Bundesregierung von der belgischen Elia System Operator - nach Ausübung eines zwischen Elia und IFM bestehenden Vorkaufsrechts - 20 Prozent der Anteile an Eurogrid International CVBA. Dieses Unternehmen hält mittelbar 100 Prozent am deutschen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz.


Chancen und Risiken der Transaktion liegen beim Bund, so die KfW. Man übernehme keine unternehmerische oder strategische Verantwortung für die durchgeführte Maßnahme. Die Wahrnehmung von Beteiligungsrechten erfolge durch die Bundesregierung.
 
50Hertz ist einer von vier Übertragungsnetzbetreibern in Deutschland und sichert die Versorgung von etwa 18 Millionen Einwohnern mit Strom, so das BMWi. Das Netz erstreckt sich über die Bundesländer Brandenburg, Berlin, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Bei der Umsetzung der Energiewende komme diesem Unternehmen damit eine Kernfunktion in Deutschland zu.

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