22. AUGUST 2018

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Ladesäulen im Check


Eine gute Lade-Infrastruktur ist wichtig für den weiteren Ausbau der Elektromobilität. Der Zugang und das Handling zu diesen Säulen ist für Besitzer von E-Autos noch kompliziert und teuer. Das ist ein Ergebnis des zweiten Ladesäulen-Checks von Lichtblick. Der BDEW hat nun ein Ladesäulenregister an den Start gebracht und Zahlen veröffentlicht.
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Im Register sind aktuell rund 13.500 öffentliche und teilöffentliche Ladepunkte an rund 6.700 Ladesäulen für Deutschland erfasst – davon 13 Prozent Schnelllader, wie der Verband weiter mitteilt.


In die Erfassung eingeflossen sind Meldungen der Energieunternehmen und weiterer Marktakteure wie Parkhaus- und Parkplatzbetreiber, Supermärkte und Hotels.

Plus von 25 Prozent


Ende Juni 2017 waren es rund 10.700 Ladepunkte. Das ist ein Zuwachs von über 25 Prozent innerhalb eines Jahres, so der Verband. Eine detaillierte Auswertung der Zahlen für die Bundesländer und Städte werde in Kürze folgen.


Mit der Plattform www.ladesaeulenregister.de bieten BDEW und das Unternehmen Energie Codes und Services ein Serviceangebot rund um Fragen der Infrastruktur für Elektromobilität: Es dient der tagesaktuellen Erfassung der in Deutschland vorhandenen öffentlichen und teilöffentlichen Ladepunkte, heißt es weiter.


Fahrer von E-Autos finden auf der interaktiven Deutschlandkarte die Ladepunkte in ihrem Umkreis mit relevanten Informationen für den Ladevorgang. Für Ladesäulenbetreiber stehen auf der Plattform zentrale Informationen zum technischen Aufbau, der Fördermittelvergabe und Meldepflichten bereit.

Vorleistung der Energieversorger


„Die Energiewirtschaft drückt beim Ladesäulen-Ausbau weiter aufs Tempo: Über drei Viertel der Ladepunkte werden von Energieunternehmen betrieben. Und das, obwohl es angesichts der geringen Anzahl an E-Autos noch keineswegs rentabel ist. Das ist eine Investition in die Zukunft, damit die Energiewende auch im Verkehrssektor gelingt“, so Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung.


„Wenn die Elektromobilität in Deutschland in den nächsten Jahren den Durchbruch schaffen soll, muss die Automobilindustrie endlich Modelle auf den Markt bringen, die in Preis und Leistung mit Verbrennern konkurrieren können. Wie wir sehen, bleibt selbst die Kaufprämie zwecklos, wenn das Produkt nicht attraktiv und bezahlbar ist.“


Da die Große Koalition das Ziel auf 100.000 Ladepunkte bis 2020 erhöht hat, fordert der Verband eine Umschichtung der Fördermittel: „Sollten weiterhin die Mittel für die Fahrzeuge so langsam abfließen, sollte über eine Umverteilung nachgedacht werden. Zudem sollte die Regierung mehr Tempo machen, wenn es darum geht, die Installation von Ladeinfrastruktur im privaten Bereich zu erleichtern: Durch Fördermittel und Anpassungen im Wohneigentumsrecht. Immerhin finden hier rund 80 Prozent der Ladevorgänge statt“, so Kapferer.

Elf Ladesäulen-Betreiber untersucht


Außerdem hat Lichtblick seinen Ladesäulen-Check vorgestellt, der in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Statista erstellt wurde. Laut Mitteilung des Unternehmens ist ein Ergebnis des Ladesäulen-Checks, dass verwirrende Tarifstrukturen, unterschiedliche Zugangsvorrausetzungen sowie eine Vielfalt von Abrechnungsmethoden den Alltag der Kunden verkomplizieren. In vielen Gegenden haben sie darüber hinaus nur einen Anbieter zur Verfügung.


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