22. AUGUST 2018

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Chancen für Projekte bei nächster KWK-Auktion


Die zweite Ausschreibung von Förderungen für KWK-Anlagen zwischen 1 und 50 MW war geprägt von einem Rückgang des Wettbewerbs und leicht steigenden Zuschlägen, so eine Analyse des Beratungsunternehmens Enervis Energy Advisors. Die Projektpipeline für die kommende Auktion sei leer, es gelte Projekte für die Dezember-Auktion zu reaktivieren oder aktivieren.

Während bei der Dezember Auktion 2017 noch rund 225 MW an Geboten eingingen, waren in der Juni Auktion 2018 nur noch rund 91 MW zu verzeichnen, teilt das Unternehmen weiter mit. Erkennbar sei ein deutlicher Rückgang: Innerhalb eines halben Jahres sank die Überdeckung von 125 Prozent der Ausschreibungsmenge hin zu einer leichten Unterdeckung von 2 Prozent der Ausschreibungsmenge.


Die Analysten gingen der Frage nach, wie es zu einer solchen Reduktion des Wettbewerbs kommen konnte. Von dem Angebotsüberhang der ersten Runde von rund 140 MW habe nur ein Teil wieder in die Ausschreibung geboten. "Gerade verschiedene markbekannte, größere Projekte haben sich gegen die Teilnahme entschieden", so die Berater.

Trend zu kleineren Anlagen


Die durchschnittliche Größe der Anlagen sei deutlich gesunken. "So waren in der Dezember-Runde noch zwei größere Projekte mit rund 30 MW erfolgreich; in dieser Runde fehlen vergleichbare Projektgrößen", heißt es. Die mittlere Leistungsgröße der bezuschlagten Projekte liege damit nur noch bei rund 6,5 MW.

Gebotsstrategie


Während aus der Dezember-Auktion noch ein Angebotsüberhang für die Juni-Auktion vorhanden war, besteht nun aus der Juni-Auktion kein weiterer Angebotsüberhang mehr. Dies stützt laut den Beratern einen positiven Ausblick auf die kommende Auktionsrunde.


Die Analysen zeigten zudem auf, dass strategische „Supermarktgebote“ (zum Beispiel X,99 Ct/kWh) auch die kommenden Auktionsrunden begleiten werden und somit bei der Erarbeitung einer Gebotsstrategie berücksichtigt werden sollten.

Teilnahme an nächster KWK-Auktion


„Die Unterdeckung der letzten Ausschreibung zeigt auf, dass die Projektpipeline dünn ist; dies setzt die kommende Auktionsrunde unter ein spannendes Vorzeichen; anders formuliert: Das Fass zeigt Boden! Nun gilt es schnellstmöglich Projekte für die Dezember-Auktion zu (re-)aktivieren“, so Julius Ecke, Prokurist bei Enervis.


Nach Einschätzung der Berater sei die Teilnahme an der nächsten Auktionsrunde auf jeden Fall interessant. Den Unternehmen werde geraten, geeignete Projekte zu reaktivieren oder zu konzipieren. Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme an der Auktion sei allerdings - noch stärker als zuvor - den Markt richtig einzuschätzen und hierauf aufbauend das eigene Gebotsverhalten strategisch zu optimieren.

Datum:
06.08.2018
Bilder:
Bild: Sergey Nivens /www.fotolia.de

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