22. AUGUST 2018

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Hitze kein Problem für Gaskraftwerke


Gaskraftwerke benötigen kein Kühlwasser. Anders als Kohle- oder Atomkraftwerke sind sie damit in der Lage, die Stromversorgung auch bei der aktuellen Hitzewelle uneingeschränkt aufrecht zu erhalten, so Zukunft Erdgas.

Aufgrund der andauernden Hitzewelle in Europa sind die Pegel der wichtigsten Flüsse wie etwa des Rheins stark gesunken, die Wassertemperaturen dafür auf ein umweltschädliches Maß gestiegen. Weil viele thermische Kraftwerke Flusswasser als Kühlwasser nutzen, mussten bereits einige Kraftwerke in Deutschland und im europäischen Ausland ihre Leistung drosseln.

»In Zeiten von extremen Temperaturen werden hitzeanfällige Kraftwerke wie Atom- und Kohlekraftwerke zur Achillesferse der Energieversorgung. Gaskraftwerke hingegen sind unter anderem aufgrund ihrer hohen Wirkungsgrade nicht auf Kühlwasser angewiesen. Sie können auch bei konstant hohen Temperaturen uneingeschränkt betrieben werden und so die Stromversorgung jederzeit gewährleisten«, so Dr. Timm Kehler, Vorstand von Zukunft Erdgas.

Gaskraftwerke lassen sich binnen wenigen Minuten hoch- und herunterfahren. Sie können damit auch bei heißen Temperaturen als flexibler Partner der derzeit stark ausgelasteten Photovoltaik-Anlagen auftreten, so der Verband.

»Die Vorteile der Gaskraftwerke sind offensichtlich. Absurderweise ist der deutsche Gaskraftwerkspark aktuell trotzdem zu weniger als zehn Prozent ausgelastet. Das macht die Versorgungslage unsicher. Besonders strukturell unterversorgte Regionen wie Bayern sind davon betroffen.

Auch in den kommenden Wochen soll das Wetter so bleiben. Gut, dass wir 29 GW  Gaskraftwerksleistung haben, die flexibel abgerufen werden können«, so Kehler.


Datum:
08.08.2018
Unternehmen:
Bilder:
Quelle: VDE

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