26. MAI 2018

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Verbund-Puzzle für Smart-Gesamtbild


Spezial

Smart Grid - Immer mehr erneuerbare und dezentrale Anlagen speisen ins Netz, immer mehr Endverbraucher erzeugen ihren Strom selbst. Welche Folgen hat dies für die Netze, mit welchen Technologien und Geschäftsmodellen kann die Energiebranche diesem Strukturwandel begegnen? In Aachen sucht man nach Antworten.
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Unter dem Namen ›Smart Area Aachen‹ summieren sich sieben selbstständige Verbundprojekte. Die Stadtwerke Aachen (Stawag) forschen als Konsortialführer gemeinsam mit 12 weiteren Partnern aus Industrie und Wissenschaft an den Netzen der Zukunft. Ziel sind Aufbau, Betrieb und die Erforschung eines Smart Grid im Stadtgebiet Aachen.

Die Partner gehen dabei Fragen zu intelligenten Ortsnetzstationen, Spannungsqualität, Kommunikationsinfrastruktur, Netzustandsprognose, Stromnetzplanung und Instandhaltung nach. Beim Verbundprojekt Netzzustandsprognose zum Beispiel wollen die Partner ein Verfahren zur State Estimation auf Verteilnetzebene entwickeln. Bei dieser Lösung wird nur an wenigen Stellen im Netz gemessen, die Zustände an Netzknoten ohne Messung werden berechnet.

Die Verbundprojekte laufen je vier Jahre, das erste startete Mitte 2012, das letzte wird Mitte 2017 beendet. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf 10Mio.€, das knapp zur Hälfte vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert wird. »Eine wichtige Erfahrung ist, am Anfang genügend Zeit für die Konzeption des Projektes, für die Suche der Projektpartner und für die Antragsstellung einzuplanen«, so Peter Zimmer, Abteilungsleiter Betriebsführung und Anlagenservice Stawag. Er ist einer der zwei Projektleiter. »Von der ersten Idee bis zur Bewilligung des ersten Verbundprojektes hat es knapp zwei Jahre gedauert.«

Spannungsqualität mit RONT

Im Rahmen der Begleitforschung werden unter anderem der Austausch zwischen den Projekten koordiniert und die Öffentlichkeitsarbeit durchgeführt. »Die einzelnen Verbundprojektleiter treffen sich regelmäßig, zwecks eines verbundprojektübergreifenden Austauschs.« Den Fortschritt des Gesamtprojekts überwacht ein Lenkungskreis, in dem alle Partner sitzen.

»Im ersten Schritt haben wir die Anforderungen an Betriebsmittel, Regelalgorithmen, Messequipment, Kommunikationstechnik und der zu untersuchenden realen Netze definiert«, so Robert Frings, zweiter Projektleiter des Gesamtprojekts und Abteilungsleiter Netzmanagement Stawag Netz, zum Fortschritt und derzeitigen Status. »Mögliche Lösungsansätze wurden untersucht und hierzu wurden die geeigneten Standorte und Hardware ausgewählt oder entwickelt.«


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Ausgabe:
es 03/2014
Bilder:
Bild: Jürgen Nießen/pixelio.de

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