19. JULI 2018

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Für Dauerläufer bei Wind und Wetter


Spezial

Service - In Deutschland waren Ende 2015 mehr als die Hälfte der Windenergieanlagen älter als zehn Jahre. DNV GL hat Standards und Servicespezifikationen für einen sicheren Weiterbetrieb älterer Bestandsanlagen auf der ganzen Welt entwickelt.
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Sie basieren den Angaben zufolge auf der Richtlinie für den Weiterbetrieb von Windenergieanlagen des Germanischen Lloyd (GL), die seit ihrer Einführung in 2009 bereits eine breite Akzeptanz in der Branche gefunden hat. Unter Berücksichtigung von Erfahrungen aus verschiedenen Projekten und von Rückmeldungen zahlreicher Kunden hat DNV GL seinen Ansatz weiterentwickelt. Mit dem neuen Standard DNVGL-ST-0262 und der Servicespezifikation DNVGL-SE-0263 wendet sich das Dienstleistungsunternehmen an Betreiber von Windenergieanlagen sowie deren Hersteller.

20 Jahre plus x

Die Bewertung einer Windenergieanlage oder eines Windparks hinsichtlich eines möglichen Weiterbetriebes ist nicht nur am Ende der Entwurfslebensdauer von Interesse. »Insbesondere bei größeren Anlagen und Parks ist es für eine langfristige Finanzplanung von entscheidender Bedeutung, das Potenzial für eine Laufzeitverlängerung bereits frühzeitig zu kennen«, so DNV GL in einer Mitteilung. Dies gilt für Betreiber wie Investoren gleichermaßen; eine Laufzeitverlängerung kann unmittelbar auch eine Wertsteigerung des Windparkes bedeuten. So lassen sich insbesondere an Standorten mit geringen Windlasten häufig verlängerte Betriebszeiten ermitteln, und damit zusätzliche Gewinne ermöglichen, ohne dass damit zwingend ein höherer Wartungsaufwand verbunden ist. Ausschlaggebend bei der Bewertung ist den Angaben zufolge immer der sichere Weiterbetrieb der Anlagen. Die ursprüngliche Auslegung und Zertifizierung deckt laut DNV GL nur die Entwurfslebensdauer von 20 Jahren ab. Danach ist vom Betreiber ein erneuter Nachweis zu erbringen, dass die Anlage sicher weiterbetrieben werden kann.

Wie muss geprüft werden?

»Als Vorreiter auf dem Gebiet ist DNV GL dem Wunsch vieler Betreiber nachgekommen, die Anforderungen an eine Überprüfung hinsichtlich des Weiterbetriebes detaillierter zu beschreiben«, so das Unternehmen. In der Praxis hat sich gezeigt, dass das Thema Laufzeitverlängerung auch für Hersteller von großer Bedeutung ist; zum Beispiel als Bestandteil eines umfassenden Wartungsvertrages für die Betreiber, der über die Entwurfslebensdauer hinausgeht.

Leistungsklasse zählt

»Viele Onshore-Windenergieanlagen erreichen derzeit ihre Entwurfslebensdauer von 20 Jahren, ein Weiterbetrieb kann technisch und finanziell sinnvoll sein«, sagt Klaus Georg Hansen, Experte für Laufzeitverlängerung von DNV GL. »Inzwischen sind auch größere Anlagenklassen betroffen.« Je größer eine Anlage ist, umso eher rechnet sich der Weiterbetrieb, da die anfallenden Kosten für die Prüfung von der Anlage schnell wieder eingefahren werden können.


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Ausgabe:
es 04/2016
Bilder:
Bild: Rudolpho Duba/pixelio.de

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