24. JUNI 2018

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"Kein IT-Thema"


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Digitalisierung können Stadtwerke im Sinne der Veränderung ihres Geschäftsmodells betreiben, ist Peter Heine sicher. Der Chef der Exxeta GmbH über Trends und Ideen.
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Über ein Jahr ist ECG Erdgas-Consult Exxeta, die Leipziger Tochter der Exxeta AG. Was hat sich außer dem Namen geändert?

Speziell für die Kunden im Energiebereich können wir gemeinsam die Themen Beratung und Umsetzung besser miteinander kombinieren. Exxeta versteht sich als Beratungsunternehmen mit Technologiefokus. Die ECG war als Software-Produktanbieter im Energiebereich auf die Umsetzung komplexer logistischer Prozesse spezialisiert. Gerade den Bereich Digitalisierung können wir in Kombination nun viel besser bedienen.

Um ein Beispiel zu nennen: Plattformen und Marktplätze erobern immer mehr den Energiemarkt. Wir haben gemeinsam mit der Gasversorgung Süddeutschland im letzten Jahr die Plattform ›E-Point‹ entwickelt und neue digitale Geschäftsmodelle in kurzer Zeit umgesetzt.

Ein weiterer Punkt: Exxeta hat seine Wurzeln im Finanzbereich. Das energiewirtschaftliche Portfolio war geprägt durch Handels- und Trading-Lösungen, während die ECG mit ihren Produkten – auch durch das Geschäft des ehemaligen Gesellschafters VNG – eher im physischen Handel sowie im Netz- und Speicherbereich beheimatet war. Die Kombination der finanziellen Aspekte des Energiegeschäfts mit den physischen ist jetzt für uns viel besser möglich – insbesondere, was integrierte Lösungen für Händler betrifft.

Sie unterstützen Unternehmen bei ihren Digitalisierungs- und Innovationsstrategien. Welche Erfahrungen machen Sie hier?


Wichtig ist die Bereitschaft zur Veränderung, insbesondere im Management. Hierbei machen wir unterschiedliche Erfahrungen. Ich kenne nur wenige Unternehmen im Energiebereich, die Digitalisierung als Veränderung ihres Geschäftsmodells begreifen und nutzen. Das größte Missverständnis ist, Digitalisierung als Technologie und IT-Thema zu betrachten. Man sollte nicht den Fehler machen, sich am Anfang zu fragen, was habe ich für IT-Systeme und wie muss ich diese verändern. Wichtig ist stattdessen, die Kunden in den Mittelpunkt aller Überlegungen zu stellen. Der richtige Weg ist, etwa in einem Design-Sprint den Prototypen einer neuen Plattform oder eines Produktes zu entwickeln und sich erst im zweiten Schritt Gedanken zu machen, ob es in der bestehenden IT-Landschaft umgesetzt oder bewusst ein neues System neben die bestehende Infrastruktur und Organisation gestellt wird. Letzteres kann für neue Geschäftsmodelle der bessere Weg sein.

Geschwindigkeit und die Verbindung von Innovation und Umsetzung ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor: Ein Format, welches initial länger als einen Monat dauert, ist aus meiner Sicht nicht geeignet, einen Veränderungsprozess zu starten. Es gilt neue Ideen in Tagen und Wochen statt in Monaten und Jahren umzusetzen – und dafür die richtigen Partner zu wählen. Erfolgsrezept sind kleine Projekte mit einer Kombination aus eigenen Fähigkeiten und externen Katalysatoren. Unternehmenslenker unterschätzen häufig das Potenzial ihrer Mitarbeiter. Berater sollte man nach praktischer Umsetzungskompetenz und Referenzen auswählen.


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Ausgabe:
es 09/2017
Bilder:
Exxeta GmbH

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