24. JUNI 2018

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Gleich zu gleich


Technik

Gleichstrom hat auch Potenzial in Gebäude- und Industrienetzen, sind sich Forscher sicher. Denn so lassen sich etwa Wandlungsverluste vermeiden.
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Schon einmal etwas vom Projekt DC-Industrie gehört? Es läuft noch bis 2019. Ziel ist ein gleichstrombasiertes Smart Grid für die Industrie. »Von der heutigen Art der Energieversorgung muss sich ein gleichstrombasiertes Smart Grid grundsätzlich unterscheiden. Nur so kann es den Ansprüchen nach mehr Energieeffizienz und Energieflexibilität in der industriellen Produktion genügen«, so Gunther Koschnick, Geschäftsführer ZVEI-Fachverband Automation. Der ZVEI initierte das Projekt.

26 Partner forschen etwa am Daimler-Standort in Sindelfingen an einem Gleichstrom (DC)-Netz für die Produktion. Durch intelligente Netzsteuerung und integrierte Speicher kann die Produktion flexibel auf schwankende Netzqualität und Energieangebote reagieren, so der Verband. Außerdem könnten die Erneuerbaren leichter eingebunden und Wandlungsverluste von Wechsel- in Gleichspannung vermieden werden. Energieeinsparungen ergäben sich unter anderem durch die einfachere Nutzung von Bremsenergie in Gleichstromnetzen.

Im Gegensatz zum etablierten Verbundnetz, das auf Wechselstrom (AC) basiert, liefern Solarzellen wie auch elektrische Speicher Gleichstrom. Außerdem arbeiten viele elektrische Verbraucher und die meisten elektronischen Geräte intern mit Gleichstrom. Durch die Entwicklung der auf Halbleitern basierenden Leistungselektronik in den letzten Jahrzehnten konnten technologischen Nachteile des Gleichstroms kompensiert und zusätzliche Vorteile erschlossen werden, wie das Fraunhofer IISB mitteilt.

»Lokale Gleichstromnetze können ihre Vorteile auf verschiedenen Spannungsebenen ausspielen. Beispielsweise lassen sich im Bereich bis 48 Volt bei der Versorgung von Büroanwendungen und IT-Equipment wie Laptops, Bildschirme oder Server die vielen klobigen und ineffizienten Netzteile vermeiden«, so Bernd Wunder, Gruppenleiter für DC-Netze am Fraunhofer-IISB.


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Ausgabe:
es 09/2017
Bilder:
Siemens

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