18. NOVEMBER 2018

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Drei Fragen an ...


Menschen

Olav Skalmeraas von Equinor, vormals Statoil, zu den Gründen der Umfirmierung und dem Offshore-Speicherprojekt Batwind in Schottland. Eine Akkubatterie speichert Offshore-Windstrom für Regelleistungen des Netzbetreibers.

Aus welchen Gründen haben Sie sich entschlossen, den Namen Ihres Unternehmens von Statoil in Equinor zu ändern?

Die Energielandschaft befindet sich weltweit in einem fundamentalen Wandel – weg von fossilen und zunehmend hin zu erneuerbaren Energieträgern. Damit unser Unternehmen langfristig erfolgreich bleibt, müssen wir diesen Wandel aktiv mitgestalten. In unserem Kernbereich, der Öl- und Gasförderung, treiben wir weiter Innovationen zur Senkung der Emissionen voran. Gleichzeitig bauen wir unsere Position im Bereich der erneuerbaren Energien weiter aus. Die Namensänderung von Statoil zu Equinor am 16. Mai dieses Jahres spiegelt diese Veränderungen und unsere Weiterentwicklung zu einem breit aufgestellten Energieunternehmen wider. Equinor, das steht für unser Erbe, unsere Werte und für das, was wir in Zukunft sind.

Welche Unternehmensstrategie verfolgen Sie?

Die Namensänderung ist Teil unserer Strategie, die wir bereits im vergangenen Jahr vorgestellt haben. Unser Kernbereich ist und bleibt die Förderung von Öl und Gas auf dem norwegischen Kontinentalsockel und zunehmend in der Welt. Gleichzeitig investieren wir mehr und mehr in den Wachstumsmarkt Offshore-Windkraft und in die Photovoltaik.
Eines ist klar: Ob Erdgas oder Windkraft, die Energie der Zukunft wird emissionsarm sein. Bereits heute zählt Equinor zu den emissionsärmsten Öl- und Gasproduzenten der Welt. Wir werden auch weiterhin in eine sichere und zuverlässige Erdgasversorgung aus Norwegen investieren. Erneuerbare Energien werden jedoch einen zunehmenden Anteil unseres zukünftigen Portfolios darstellen: Bis zum Jahr 2030 werden wir rund 12,5 Milliarden US-Dollar in neue und nachhaltige Energielösungen investieren.

Solche neuen Energielösungen verfolgen Sie ja zum Beispiel mit dem Projekt Batwind, bei dem Sie einen Speicher mit einem Offshore-Windpark koppeln. Welche Ziele wollen Sie mit diesem Projekt erreichen?

Bei unseren Investitionen in neue Energielösungen prüfen wir, wo wir unsere Stärken am besten einbringen können. Investitionen in Offshore-Windenergie liegen hier auf der Hand. Die schwierigen Bedingungen auf hoher See und die Anforderungen, die die Umwelt an die erforderliche Logistik und Konstruktion stellt, kennen und meistern wir bereits heute in unserem traditionellen Öl- und Gasgeschäft.
Der Hywind Park vor der schottischen Küste ist eines unserer Leuchtturmprojekte. Es ist der erste schwimmende Windpark der Welt und wird mit einer Batterie-Speicherlösung an Land ergänzt. Daher nennen wir das Projekt Batwind. Mit dem schwimmenden Offshore-Windpark können Gebiete erschlossen werden, die bisher nicht zugänglich waren. Unser Ziel ist es, herauszufinden, welchen Beitrag die Kombination aus beiden Technologien für eine sichere und zuverlässige Stromversorgung liefern kann.
Wir sind davon überzeugt, dass sich Innovation und erfolgreiche Geschäftsmodelle nicht ausschließen müssen – ganz im Gegenteil.

Ausgabe:
es 05/2018
Bilder:
Bild: Equinor

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